Bearbeiten oder nicht bearbeiten?

Geschrieben in Learning von Anna am 29. April 2008

Früher war ich, was Bildbearbeitung anging, ja ein strikter Gegner. Ok, ein bisschen beschneiden mag ja noch ok sein, aber die Farbe,Helligkeit oder den Kontrast verändern? Nee, danke. Fragt mich nicht, wieso, aber irgendwie fand ich das doof. Nun kann ich von mir in keinster Weise sagen, dass ich auch nur annähernd fähig bin, Bilder wirklich professionell zu bearbeiten, aber seit ich das Photobearbeitungsprogramm von Microsoft Office (allein hieran sieht man ja schon die Unprofessionalität) zum Bilder angucken und für’s web verkleinern nutze, spiele ich doch schon mal an Kontrast, Helligkeit, und Farbwerten (nennt man das überhaupt so? Jan lacht sich wahrscheinlich gerade tot) herum. Und dann gibt es noch den Lazy-ass-Autokorrektur-Button, der manchmal auch ganz nette Resultate bringt. Aber heute dürft ihr mal sagen, was ihr von der ganzen Sache haltet. Die nächsten zwei Fotos sind zunächst immer unbearbeitet und dann seht ihr die bearbeitete Version (und bitte nehmt “bearbeitet” nicht zu ernst. Vielleicht buch ich irgendwann mal einen Workshop bei Daniel :-). Was gefällt euch besser (und warum)?

Foto 1 unbearbeitet:

1 unbearbeitet

und bearbeitet:

1 bearbeitet

Foto 2 unbearbeitet:

2

und bearbeitet:

2 bearbeitet

Zimbelkraut (Cymbalaria muralis, Syn.: Linaria cymbalaria)

Geschrieben in Learning, Daniel von Anna am 26. April 2008

Heute beim Spaziergang mit Daniel entdeckt und tatsächlich auch im “Schauer und Caspari” (danke, Eva!) wiedergefunden:

Zimbelkraut 5.jpg
Zimbelkraut 4.jpg

Hier Daniels und mein Dialog zu diesem Fund:

A: “Oh, ich muss unbedingt gleich nachgucken, wie das Pflänzchen heißt!”

D: “Sowas wie: Lila Blümchen mit fünf Blütenblättern…”

A: “Daniel, das ist doch ein Lippenblütler!!”

D: sagt nix mehr, dafür schenkt er mir einen ungläubigen Blick und dreistes, sehr amüsiertes Lachen! Dabei ist er doch derjenige, der hier aufgezogen werden müsste!

Zimbelkraut 6.jpg
Zimbelkraut 3.jpg
Zimbelkraut 7.jpg

Aber um ihm Gerechtigkeit zukommen zu lassen, ganz korrekt war meine Zuordnung auch nicht. Das Zimbelkraut gehört zur Ordnung der Lippenblütlerartigen, von der Lippenblütengewächse noch mal eine extra Familie sind, zu der das Zimbelkraut nicht gehört. Tja, man lernt halt täglich dazu :-)

Zimbelkraut2.jpg
Zimbelkraut 1.jpg

Ich konnte mich nicht entscheiden, welches Bild das Schönste ist, deswegen müsst ihr alle sieben ertragen. Nur mal aus Neugier: Wenn ihr drei Fotos aussuchen müsstet, welche wären das?

What I see while working on my MA

Geschrieben in nur so, Learning von Anna am 25. April 2008

MA = Magisterarbeit

Gestern habe ich eineinhalb Stunden draußen auf einer Decke auf der Wiese hinter unserem Wohnhaus gearbeitet. Und es waren sehr produktive eineinhalb Stunden! Ich habe mir ein großes Brett (ein Regalboden?) als Schreibunterlage mitgenommen und meine Blätter mit ablösbaren Klebeband festgeklebt. Hat super funktioniert:

MA in the sun 1

Neben dem Denken und Schreiben habe ich natürlich auch ein bisschen die Natur um mich herum genossen. Irgendwie ist sie dann auch in Form von Zeichnungen auf meine Notizen gehüpft:

MA in the sun 2

Aber auch andere Blüten galt es zu bewundern:

MA in the sun 3

Heute war das Wetter ja zunächst nicht so berauschend, also habe ich mir schnell einen Strauß Ranunkeln gekauft, um ein bisschen Farbe in den grauen Arbeitsalltag zu bringen. Damit war die Motivation, am Schreibtisch zu sitzen, gleich viel größer:

MA und Ranunkeln 1

Euch allen wünsche ich ein wunderschönes Wochenende mit ganz viel Sonne und Freude!

MA und Ranunkeln 2
MA und Ranunkeln 3

Food!

Geschrieben in Cooking von Anna am 23. April 2008
Couscous mit Spargel

Jedes Jahr wieder zur Spargelzeit öffnet vor Hertie Barmbek ein kleiner Stand, der frischen Spargel verkauft. Die letzten paar Tage bin ich dort einige Male vorbeigekommen und jedes Mal dachte ich: “Wir müssten mal was mit Spargel kochen!”. Besonders hingezogen fühlte ich mich dabei zum grünen Spargel. Warum auch immer, vielleicht finde ich den einfach optisch ansprechender. Oder aber er erinnert mich an Nunziatas Frittata mit grünem Spargel, die ich auch immer sehr gerne mochte. However. Heute fiel mir dann ein, dass ich mich letztens über eine Brigitte geärgert hatte, in der Spargelrezepte abgedruckt waren, denn meiner Meinung war noch überhaupt keine Spargelzeit. Genauso wie ich letztens der Meinung war, dass Rhabarber erst so im Juli bis August Saison hat. Ja, genau, Anna.

Ganz offensichtlich ist jetzt zumindest der Beginn der Spargelsaison. Also habe ich heute in besagter Brigitte geblättert und ein Rezept gefunden, dass zunächst einmal perfekt aussah. Couscous mit Kichererbsen und grünem Spargel sowie Minzjoghurt. Denn es hatte Couscous (ich liiiebe Couscous! Und er geht so herrlich schnell zuzubereiten). Und Kichererbsen (ich liiebe Kichererbsen! Spätestens seit Nunziatas Minestrone :-) Leider bin ich aber zu faul und unfähig, diese nachzukochen. Gott sei dank habe ich irgendwann mal dieses Rezept gefunden und bin seitdem, was Kichererbsen betrifft, kulinarisch auf Wolke Sieben. Seriously.). Und zu guter Letzt hatte es grünen Spargel. Ach ja, der Minzjoghurt, ist bestimmt ganz nett. Warte - ist das das Zeug, das man manchmal auch in Falaffel oder Lahmachun (aka türkische Pizza) - bekommt? Diese absolut köstliche Soße? Ok, ich MUSS dieses Gericht machen.

Also bin ich einkaufen gegangen und habe dann dieses Gericht zubereitet. Zunächst habe ich allerdings die Rosinen rausgelassen, denn das kam mir irgendwie spanisch vor. Nachdem ich geschnippelt und gerührt, geröstet, aufgegoßen, angebraten und vermischt hatte, habe ich dann das erste Mal probiert. Und es war einfach köstlich! Wirklich. Frisch. leicht und köstlich. Obwohl, irgendeine klitzekleine Kleinigkeit fehlte noch zu “perfekt”. Nach ein bisschen Selbstüberzeugungsarbeit habe ich mich dann doch getraut, ein paar Rosinen mit hineinzumischen. Und dann war es wirklich perfekt.

Wer also alle aufgezählten Zutaten gerne isst, dem ist dieses Rezept wirklich wärmstens empfohlen. Es ist sehr frühlings- und sommerhaft. Daniel und ich sind der Meinung, dass man es bestimmt auch mit einem anderen Gemüse als grünen Spargel zubereiten könnte, etwa mit Brokkoli oder gerösteter Paprika. Vielleicht eine gute Alternative für all die Monate, in denen tatsächlich keine Spargelzeit ist.

I need some help

Geschrieben in Learning von Anna am 22. April 2008

Völlig ohne Zusammenhang ein Foto, damit es hier nicht so kahl aussieht:

IMG_0342

Keine Sorge, es handelt sich um keinerlei gesundheitsgefährdenden Probleme. Aber dennoch: Vielleicht hat ja jemand von euch einen guten Ratschlag für mich. Folgendes Problem: Ich bin im Moment (so wie die letzten drei Monate und die drei kommenden Monate) dabei, meine Magisterarbeit zu schreiben. Am Anfang bestand meine Arbeit aus Literaturrecherche. Die konnte ich zu großen Teilen in der Stabi erledigen und das war auch perfekt. Nun aber muss ich tatsächlich selber schreiben, und es fällt mir manchmal sehr schwer, mich dazu zu disziplinieren. Da noch ein recht großer Teil der Zeit bis zum endgültigen Abgabetermin vor mir liegt, ist momentan gefühlt noch nicht allzu viel Zeitdruck vorhanden. Ich habe ja sogar schon für mich herausgearbeitet, was ich idealerweise benötigen würde:

Ich bräuchte einen Stundenplan mit Anwesenheitspflicht :-) Zudem bräuchte ich einen Ort, wo ich ungestört (sprich: ohne Internetzugang und ohne haushaltliches Ablenkungspotential (aka Oh, ich müsste mal dringend wieder Fenster putzen…)) arbeiten könnte. Sozusagen ein Arbeitszimmer außerhalb meiner Wohnung. Dort müsste es folgende Dinge geben:

- einen großen Schreibtisch

- einen leisen Computer

- Essen (am besten nur zum Mittag, ansonsten jede Menge gesunder Zwischensnacks)

- ausreichend Getränkevorräte

- ein Fenster mit netter Aussicht

- Menschen, die zur gleichen Zeit wie ich Pause machen und dann mit mir Mittag essen oder Kaffee/Tee trinken. Idealerweise würden sie in der Zeit, wo ich arbeite, ebenfalls an etwas arbeiten

- die Möglichkeit, meine Materialien/Bücher etc. einzulagern, damit ich diese nicht hin- und hertragen muss

- ein schönes Ambiente zum Pause machen. Idealerweise mit Zugang zur Natur

- ein angenehmes Klima. Nicht zu warm und nicht zu kalt.

Das Ganze sollte noch dazu relativ schnell zu erreichen sein.

Da diese Vorstellung wirklich nicht zu verwirklichen ist, frage ich nun euch, ob ihr vielleicht eine Spitzenidee habt, wo wenigstens ein Teil (sprich: ungestörtes Arbeiten in einem halbwegs angenehmen Klima bei nicht allzu weitem Anfahrtsweg) meines Wunsches zu finden sein könnte? Vielleicht habt ihr ja ne coole Lösung, auf die ich bis jetzt einfach noch nicht gekommen bin :-)

I love wedding preparations!

Geschrieben in Daniel, Crafting, Wedding von Anna am 21. April 2008

Was mir bis jetzt am meisten Spaß gemacht hat bei den Hochzeitsvorbereitungen war, mit Daniel zusammen unsere Ankündigungen zu entwerfen und diese dann herzustellen. Zusammen zu überlegen, gemeinsam Ideen zu entwerfen und verwerfen, noch ein bisschen hier und ein bisschen da feilen, bis wir schließlich richtig zufrieden und auch stolz auf das Ergebnis waren, hat sehr sehr viel Spaß gemacht. Wir konnten unsere unterschiedlichen Fähigkeiten einsetzen und diese zu einem einheitlichen “Produkt” zusammenführen, das war einfach klasse. Es war auch toll zu sehen, wie gut wir zusammenarbeiten können und wie ähnlich unserere Vorstellungen waren, beziehungsweise, wie wir uns gegenseitig inspirieren konnten. Natürlich war es schon ein bisschen Arbeit, cirka 40 Daumenkinos herzustellen. Es gab diverse Arbeitsschritte:

1. Die “Geschichte” musste von mir gezeichnet werden (die Charaktere entstammen einer langen Tradition, sozusagen: Irgendwann mal, vor mehreren Jahren, habe ich Daniel mit Kugelschreiber einen “Außerirdischen” auf den Bauch gemalt. Er fand den sehr lustig, sodaß ich ihm zu unserem ersten Weihnachtsfest in der gemeinsamen Wohnung diesen Außerirdischen auf eine kleine Leinwand gemalt habe, die seitdem in unserem Wohnzimmer hängt. Irgendwann später einmal habe ich dann mal auf einem Briefchen dem Kerlchen noch ein Mädchen dazugemalt. Und so hatten wir unsere Hauptdarsteller fürs Daumenkino). Dabei musste ich darauf achten, dass die Bilder später auch wirklich übereinander passen würden.

2. Die Bilder wurden eingescannt und mit einem Programm vektorisiert, sodass wir sie nach Belieben vergrößern und verkleinern konnten, ohne dass sie pixelig werden

3. Wir mussten ein paar Dummy-Daumenkinos basteln, um das richtige Format festzustellen. Schließlich durfte es nicht zu groß werden, damit man es gut blättern konnte, aber auch nicht zu klein, damit man die Bilder noch gut erkennen konnte.

4. Daniel hat die Bilder so auf einer Seite angeordnet, dass man sie später gut mit der Papierschneidemaschine schneiden konnte. Auch ganz dünne Linien wurden gezeichnet, die als Schneidehilfe dienen sollten. Das Ganze hat ein paar Versuche gebraucht, bis es perfekt war.

5. Dann haben wir die Bögen ausgedruckt und zugeschnitten. Das - hat - viel - Zeit - gebraucht. Ich glaube, damit waren wir einen ganzen Samstagnachmittag und Abend beschäftigt.

6. Wir mussten uns eine Schriftart aussuchen, die einerseits ein bisschen festlich-romantisch, andererseits ein bisschen wie handgeschrieben aussah, um zu den Bildern zu passen. Das hat auch eine Weile gebraucht :-)

7. Das kleine bisschen Text, was wir unterbringen wollten/konnten, musste überlegt werden

8.Der Umschlag des Büchleins sollte aus roter Pappe sein. Die haben wir in 2 großen Bögen a 50×70 gekauft, so zugeschnitten, dass sie in den Drucker passten, bedruckt und dann auf das richtige Format zugeschnitten. Thank god für Schneidemaschinen!
9. Nebenbei mussten wir noch das Deckblatt designen. Wir wollten so etwas wie die Rahmen, in denen in Stummfilmen der Text steht, wenn zwischendurch mal etwas erklärt werden muss. Oder so wie in den alten Batman-Filmen, diese Rahmen, wo dann immer “Pow” und “Klopp” drin stand ;-) Daniel hat erst eine ganze Zeit nach Rahmen im Internet gesucht, schließlich haben wir uns aber überlegt, dass ich die besser zeichnen sollte, damit es auch zum Stil der anderen handgezeichneten Bilder passt. Also Rahmen zeichnen, scannen, vektorisieren… Aber was sollte in den Rahmen stehen? Zuviel verraten wollten wir ja auch nicht, bevor das Daumenkino angeguckt wurde. Letztendlich haben wir uns hierauf geeinigt:

Save the date

9. Als wir schließlich alle Teile fertig ausgedruckt und zugeschnitten hatten, mussten die Bilder in die richtige Reihenfolge gebracht werden und das Ganze zusammengetackert werden. Das hat auch recht viel Zeit in Anspruch genommen.

10. Schließlich mussten noch alle Büchlein am Blätterrand schräg abgeschnitten werden, damit das Blättern mit dem Daumen gut klappte. Und damit waren unsere Daumenkinos endlich fertig! (Hier noch einmal der Link zu dem Post, in dem das Daumenkino als Animation zu sehen ist)
Seltsamerweise hatten wir nach dieser Arie den Wunsch, die Einladungen möglichst unaufwändig zu gestalten. Gestern haben wir uns dann zusammengesetzt und mal ein bisschen überlegt… Hm, so ganz einfach (wie ich vorher dachte, einfach mal schnell ne Postkarte drucken, wo die Internetadresse zu einer Infoseite draufsteht) kommen wir wohl doch nicht davon… Und ich freue mich plötzlich wieder ganz doll auf die Schneidemaschine. Und das ganz ohne Witz!

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