In Erinnerungen schwelgen: ein schwedischer Bilderreigen

Geschrieben in Daniel, Travelling, Natur, Linus, Elin, Gutes, Schweden von Anna am 28. October 2017
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Gefühlt schon eine Ewigkeit ist vergangen, seit wir diesen Sommer in Schweden waren. Im Juli hatte ich ja von unserer ersten Woche geschrieben, und im September unsere Tage in Göteborg protokolliert.

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Und heute, an diesem nassgraustürmischen Gerade-noch-Oktober-Tag hab ich plötzlich Lust bekommen, endlich auch einige viele Fotos unserer zweiten Woche zu zeigen. Wir waren in Torarp am See Bolmen, so richtig mitten auf dem Land.

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Hier schauen meine drei Süßen gerade einer Ballenpresse in Aktion zu. Sehr spannend!

Letztlich sind wir dort gelandet, weil wir einen Ort gesucht hatten, der ungefähr zwischen Göteborg und dem Fährhafen in Helsingborg liegt. Und dieses Suchkriterium hat uns hierher geführt:

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Was für ein Glück!

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Was wir gemacht haben: Spaziergänge rund um “unser” Haus. Zum Beispiel ganz bis zur Spitze einer langgezogenen Landzunge in den See hinein.

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Linus ist superviel selbst gelaufen, am liebsten, in dem er mit Daniel oder mir Wettrennen gemacht hat:

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Hier angelt er gerade Stockfisch, ist ja klar.

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Außerdem haben wir unser Häuschen genossen, das mit sehr viel Liebe und historischen Details eingerichtet war und wirklich eine Seele hatte. Besonders gerührt haben mich die Fotos der Familie, die das Haus wohl gebaut hat.

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Im Haus lagen viele Flyer und Broschüren mit Ausflugstipps aus. Unsere Vermieterin hatte auf einer Karte auch ein empfehlenswertes Fischrestaurant markiert. An unserem letzten Tag, einem sehr, sehr verregneten Freitag, machten wir uns dahin zum Mittagessen auf. Oh, das war lecker!

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Und schon auch besonders cool, wenn man weiß, dass der Fisch aus dem See direkt nebenan stammt! Falls ihr mal in der Gegend seid: Tiraholms fisk kann ich wirklich wärmstens empfehlen. Linus war übrigens ganz fasziniert von den Aalbecken.

Ich glaube, dort fanden wir auch in einem Regal mit Flyern und Broschüren ein kleines Heftchen, einen Genussreiseführer durch die Region. Und da es wirklich fieses Wetter war, haben wir uns dann gleich mal ein Café in annehmbarer Entfernung rausgesucht :-) Ohhh, es war ein Traum! Ein Café in einem Gewächshaus, mit wunderbarem Kuchen, einer Herde von Schaukelpferden, Bücherregal und Gesellschaftsspielen, wo wir es uns ewig lange gutgehen ließen, während der Regen aufs Dach prasselte. Aber bestimmt ist es auch bei Sonnenschein schön dort ;-) Bäckhästens Bageri & Café

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Danach, auf dem Weg nach Hause, haben wir noch einen Spaziergang in einem Naturschutzgebiet gemacht, in dem ein kleiner Wanderpfad durch einen Wald führt, der vor einigen Jahren durch einen Sturm stark beschädigt wurde.

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Sehr eindrucksvoll, die umgestürzten, großen Bäume, die da mitten im Wald einfach abgeknickt worden waren. Nach dem ganzen Drinnensitzen und Essen war das ein wunderbarer Abschluss, auch, weil das genau so ein kleiner, wilder Wanderpfad war, wie ich sie schon als Kind in Schweden so geliebt habe.

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Ach, wir hatten es so schön!

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Eva schreibt: Getting ready

Geschrieben in Eva von Eva am 23. October 2017
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Am Tag unserer kirchlichen Hochzeit wurde ich morgens von Miriam, einer sehr lieben lippstädter Freundin, und von Lena, die ja eine unserer Trauzeuginnen war, zum Friseur abgeholt. Eigentlich wollten sie auf dem Weg zu mir noch den Kuchen, den Miri fürs Kuchenbuffet am Nachmittag gebacken hatte, bei der Location abgeben. Dies hatten sie aber schlicht vergessen. Auch Trauzeuginnen und Freundinnen scheinen an so einem Tag etwas aufgeregt und neben der Spur zu sein ;-). Also musste kurzerhand Tim noch mal los, den Kuchen abgeben, während wir zum Friseur weiter fuhren.
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Dort wurde ich geschminkt und frisiert. Ich sage euch, es war nicht leicht mit mir. Ich war aufgeregt, hatte zu wenig gefrühstückt, mir war schwindelig und ich war kritisch mit Schminkergebnis und Frisur. Zu allem Überfluss hatte ich meine Kontaktlinsen zuhause vergessen, die ich aber unbedingt brauchte, bevor die Augen geschminkt werden konnten. Also fingen wir schon mal mit der Grundierung an, während Miri noch einmal zu mir nach Hause düste, um die Kontaktlinsen zu holen.
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Lisa war auch bei dem Friseur, und so war natürlich auch Marie mit, und unsere Mama im Oma-Dienst.
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Zwischendurch tauchte auch noch Tim dort auf, um seine Frisur schick machen zu lassen. Aber zum Glück saß er am ganz anderen Ende des Raumes und hat hoffentlich nicht rüber geluschert.
Dank Miri gibt es diese Bilder vom Friseur.
Nachdem alles fertig gepinselt, gepudert, gelockt, gesteckt und gesprüht war, fuhren Mama, Lena und ich zu uns in die Wohnung, wo ich mich umziehen wollte. Miri musste selbst noch mal nach Hause, um sich dort fertig zu machen, und Lisa und Marie wurden zwischenzeitlich von Basti eingesammelt.
Um 13 Uhr wollten auch noch Janina, unsere zweite Trauzeugin, und unser Fotograf Christopher eintreffen. Ich war weiterhin aufgeregt, aber etwas entspannter als noch beim Friseur. Ich bat Lena und Mama darum, dass wir noch einige Handgriffe in der Wohnung taten, damit alles ordentlich wäre, wenn der Fotograf käme. Staubsaugen, Spülmaschine aus- und einräumen. Was man halt so macht, gut eine Stunde vor der Trauung ;-).
Tim war zu diesem Zeitpunkt bereits bei seinem Vater, um sich dort umzuziehen. Er hatte allerdings sein extra für diesen Anlass angeschafftes Unterhemd bei uns zuhause vergessen. Nach einem kurzen Telefonat kam er also noch mal kurz, um es abzuholen. Er klingelte, und ich versteckte mich, damit er mich ja nicht zu Gesicht bekam.
Unser Fotograf verströmte zum Glück eine sehr beruhigende Entspanntheit und Vorfreude, und fing das Umziehen in Bildern ein.
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Bald schon begannen die Glocken zu läuten. Die Kirche liegt in direkter Blickweite unserer Wohnung und durch die Fenster konnten wir sehen, wie Tim ankam, und nach und nach alle Gäste eintrafen.
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Christopher ging schließlich schon runter, um diese Szenen im Bild einzufangen. Mama, Lena und Janina huschten noch einige Male hin und her: noch dies rüber bringen, noch das eben besprechen.
Kurz vor der Trauung waren nur noch Lena, Janina und ich in der Wohnung. Mein Herz klopfte, ich war aufgeregt. Noch mal zur Toilette? Nein, das schaff ich nicht mehr. Oder doch? Nein, wird schon gehen. Tief durchatmen, lächeln, versuchen zu begreifen, dass es nun echt soweit ist. Und dann gingen auch wir los.

Eva schreibt: Unsere standesamtliche Hochzeit

Geschrieben in Eva von Eva am 15. October 2017
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Nachdem ich im letzten Blogpost die lange Vorbereitungszeit revue passieren ließ, folgt nun ein Bilderreigen von unserer wunderbaren standesamtlichen Hochzeit am 31.8.2017.
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Das Standesamt in Lippstadt hat ein hübsches kleines Trauzimmer, das wir gegen kurz vor 12 Uhr mit allen Familienmitglieder und Freundinnen, die uns begleiteten, betraten.
Wir waren alle freudig aufgeregt und noch ein klein wenig angespannt.
Man heiratet ja schließlich nicht jeden Tag! ;-)
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Der Standesbeamte gefiel mir sehr gut. Er schenkte uns eine humorvolle, romatische und liebevolle Trauung, die mir für immer in Erinnerung bleiben wird, und die überhaupt nicht nur “bürokratische Notwendigkeit” war, wie ich es mir früher immer vorgestellt habe.
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Nach Ja-Wort und Unterschriften war es offiziell:
Nun sind wir rechtmäßig verbundene Eheleute.
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Unsere lieben Leute eilten vor uns hinaus und empfingen uns draußen mit Glückwünschen, Seifenblasen, Lachen und Sekt.
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Andrea, die Frau von Tims Cousin Sebastian, hatte eine besondere Überraschung für uns vorbereitet, obwohl sie selbst gar nicht anwesend sein konnte.
Auf ein großes Tuch hatte sie ein riesiges rotes Herz gemalt, dass wir frisch Verheirateten im Wettkampf gegeneinander ausschneiden mussten. Tim mit einer winzigen Nagelschere, ich mit einer großen, aber stumpfen Stoffschere.
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Tim startete sofort, letzten Endes war ich aber doch einen Tacken schneller auf meiner Seite rum. Er trug seine Niederlage mit Fassung… und mich durch das Herz.
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Habe ich nicht einen starken und ganz schön coolen Ehemann?!! :-)
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Diese hübsche Tür gehört zu einer Apotheke dicht beim Standesamt. Ich komme dort jeden Tag auf meinem Weg zur Arbeit vorbei und habe mir vor der Hochzeit immer vorgestellt, dass ich hier auch gerne ein paar Fotos machen würde. Zum Glück habe ich in der Aufregung und dem Freudentrubel noch dran gedacht.
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Ein Revival-Foto von Lisas Hochzeit :-)
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Vom Standesamt ging es dann noch zum Mittagessen in die nahegelegene Marktschänke. Als Abschluss dieses ersten zauberhaften Hochzeitstages, und mit der Aufregung und Vorfreude auf den nächsten Tag.
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Ich danke allen Fotografierenden für die wunderschönen Fotos, die ich hier zeigen konnte: Anna, Daniel, Papa, Michael und jedem, der zwischendurch auch mal eine der Kameras hatte und Bilder geschossen hat.

Eva schreibt:

Geschrieben in Eva von Eva am 08. October 2017
Wie meldet man sich wieder zu Wort, wenn man über anderthalb Jahre in der Versenkung geblieben ist, und keinen Schwertfischeintrag geschrieben hat? Was findet man für eine Überschrift für ein Thema, das einem so unglaublich wichtig war und Monate lang Tag für Tag beschäftigt und glücklich gemacht hat, das einen Anstrengungen und Nerven gekostet hat und schließlich in einem grandiosen Fest gemündet ist? Wie beginnt man zu schreiben, wenn man von seiner HOCHZEIT berichten möchte? Ich beginne im Januar diesen Jahres…
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… im Modehaus Schumacher in Linau, wo ich mir, in Begleitung der besten Beraterinnen überhaupt, mein Brautkleid kaufte. Meine Güte, war das aufregend, ging das schnell und war das eine emotionale Angelegenheit. Damit wurde alles so echt, so richtig echt! Wir würden heiraten!
Eine Beraterin fehlte allerdings, nämlich meine liebe Janina. Die konnte leider nicht dabei sein. Dafür war aber schon Elin mit von der Partie, wenn sie die meiste Zeit auch geschlafen hat. Und Marie hat sich glücklicher Weise noch 2 Tage Zeit gelassen, bis sie auf die Welt kommen wollte, so dass Lisa auch mit dabei sein konnte.
Von da an ging es rasant weiter mit Vorbereitungen und Planungen. Es war gar nicht einfach, einen Anfang zu finden. Nach der Budget-Planung, die laut jedem von mir gelesenen Hochzeitsplaner ganz besonders wichtig sei, fanden wir eine Location zum Feiern, die an einem geeigneten Termin noch für uns frei war, und an dem auch der Pastor Zeit haben würde. Danach konnten Safe-the-date Karten gestaltet, und mit den passenden Briefmarken, die Papa für uns entdeckte und bestellte, verschickt werden.
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Im März gingen wir schließlich zum Standesamt Lippstadt, um uns für unsere Trauung am 31.08.2017 um 12 Uhr anzumelden.
Ich war gerade von einer 5-tägigen Fortbildung in Hamburg zurück gekommen und sowieso voller Glücksgefühle, da auch beruflich eine Veränderung anstand und ich am nächsten Tag in einer Ergotherapie-Praxis in Lippstadt anfangen würde zu arbeiten. Nach unserer Anmeldung bei einem sehr netten und witzigen Standesbeamten, hatten wir Gelegenheit, einen Blick ins Trauzimmer zu werfen und dieses besondere, etwas verstrahlte erste Selfie als offiziell angemeldete Verlobte zu machen.
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Die Ringe kauften wir uns bereits relativ früh. Wir klapperten einige Juweliere ab und schauten auch im Internet nach etwas passendem. Fündig wurden wir schließlich bei einem kleinen Juwelier in Lippstadt, wo ich mich, nachdem wir schon diverse Ringe anprobiert hatten und uns der Verkäufer schließlich noch “einen ganz besonderen” Ring zeigen wollte, augenblicklich in eben diesen Ring verliebte. Es war Liebe auf den ersten Blick, und so überlegten wir nicht mehr lange, sondern entschieden uns zu meinem freudigen Erstaunen spontan.
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Einige Wochen später mit den gerade abgeholten Ringen in der Tüte.

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Auf dem Mittelaltermarkt kauften wir uns eine Ringschale, die eigentlich für Seife gedacht ist. Ich finde sie großartig, und die Löcher in der Schale waren praktisch für die Schleifen. Der Bezug zum Mittelaltermarkt war außerdem für uns beide besonders schön.

Viel Vorbereitungszeit verbrachte ich mit der Auswahl von Pappen, Papieren, Schriftarten und -farben. Ich habe geschnippelt und gebastelt, geklebt und formatiert.

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Die Fernbedienung am Rand des Bildes ist ein lustiger Hinweis auf die unzähligen Stunden “Vier Hochzeiten und eine Traumreise” sowie “Zwischen Tüll und Tränen”, die neben meinen Vorbereitungen rauf und runter liefen.
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Fürs Standesamt brauchte ich natürlich auch noch ein Outfit. In einer kleinen Boutique direkt gegenüber von meiner neuen Arbeitsstelle, fanden Tim und ich zufällig das passende Kleid. Ich war erst unschlüssig, doch Tim überzeugte mich, dass das Kleid sehr hübsch sei und mir gut stehe. Und was kann ich mehr wollen, als meinem Bräutigam zu gefallen? Ja klar, mir musste es auch gefallen. Aber Tim hat ein gutes Auge und ich kann seinem Urteil vertrauen. Und dann war ich auch sehr zufrieden mit der Wahl.
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Ein weiteres großes Projekt, das vor allem Anna beschäftig hat, war der “Luxuslappen”: Mein wunderschöner Braut-Bolero, den sie mir gestrickt hat. Zusammen suchten wir die passende Wolle dafür aus, ein sehr feines Alpaca-Seiden-Garn.
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In der U-Bahn auf dem Weg dorthin guckte Elin noch etwas skeptisch aus dem Tragetuch bei mir raus.
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Nach erfolgreichem Kauf war die Stimmung im Café dann schon sehr viel ausgelassener :-)
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Farbproben auf Annas Kleid und neben Daniels Anzug.
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Tim brauchte selbstverständlich auch das richtige Outfit. Ich musste ihn ein bisschen dazu ermutigen und “schubsen”, dass wir mal in ein Geschäft gehen sollten. Also recherchierte ich Geschäfte im Umkreis, und bugsierte Tim dort hin. Und ich finde, er sieht toll aus im Anzug, mit Weste und allem drum und dran. Letzen Endes entschied er sich allerdings für eine Fliege, ansatt für ein Plastron, aber auch das sah schon sehr gut aus.
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Die Vorbereitungszeit schritt zügig voran. Einerseits war ich erstaunt, wie schnell die Zeit verging und konnte es trotzdem gar nicht mehr abwarten, bis es soweit war. Andererseits wollte ich diese einzigartige Vorfreude auskosten und genießen, und wollte nicht, dass es so schnell ging.
Zwischendurch durfte ich noch mal zum Kleid, um Anpassungen vorzunehmen. Dabei zeigte sich, dass die Haare fleißig länger und länger wurden. :-)
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Vergleichsbilder Januar und Mai
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Diesmal war auch Janina mit dabei.
Weitere Vorbereitungen steckte ich in kleine Details für die Feier, wie in unsere Cadybar.
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Kleine Gläser sollten für jeden Gast zur Verfügung stehen, damit man sich von der Candybar eine Auswahl an Süßigkeiten einpacken und nach der Feier mit nach Hause nehmen konnte.
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Der richtige Sekt fürs Anstoßen nach dem Standesamt musste probiert werden…
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… Schuhe fürs Standesamt-Outfit wurden auch noch benötigt…
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… es wurden Liederzettel entworfen, mit Papa diskutiert und formatiert, gedruckt und gefaltet
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… und Kuchen für den Empfang nach dem Traugottesdienst bei den lieben Freundinnen und Verwandten erbeten.
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Es wurde noch so viel mehr geplant und bedacht, soviele Entscheidungen getroffen, Ideen gesammelt und zum Teil wieder verworfen. Es wurden die richtigen Einladungen verschickt und in Lippstadt sogar persönlich verteilt, wir haben mit der Location alles abgesprochen und abgestimmt, mit dem Pastor besprochen, wie der Gottesdienst gestaltet werden würde, wir haben Tanzstunden zur Auffrischung unserer Rumba genommen, Blumen mit der Floristin besprochen und ausgewählt, Kleinigkeiten besorgt und Accessoires gekauft, Tims Anzug angepasst und abgeholt, und und und.

Einen Probetermin beim Friseur hatte ich natürlich auch. Das Ergebnis auf diesem Foto ist nicht sehr überzeugend. Zum Glück hatte ich Miri dabei, die mich unterstützte und der Friseurin nachdrücklich klar machte, dass wir erst gehen würden, wenn wir ein mich zufriedenstellendes Ergebnis hätten.

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Im August, drei Wochen vor der Hochzeit, besuchte uns meine liebe Lena in Lippstadt, um uns ihren neuen Freund Daniel vorzustellen. Es kam mir sonderbar vor, dass sie so kurz vor der Hochzeit extra noch mal kommen wollte, aber so richtig misstrauisch war ich nicht. Umso überraschter war ich dann, als ich Freitagabend nach der Arbeit von ihr aufgefordert wurde zu packen. Sie nehme mich jetzt mit. “Ahja, so sieht das also aus!” dachte ich mir. Also packen, ein bisschen jammern wegen der unerwarteten Veränderung meiner Wochenendpläne und der Aussicht auf vermutlich 3 Stunden Autobahnfahrt am Freitagabend. Keine Chance, ich musste mit ;-). Und ich wollte natürlich mit, konnte ich mir schließlich denken, worauf das alles hinaus lief: Auf einen wunderbaren Junggesellin-Abschied in Hamburg, der genau richtig für mich geplant worden war und der einfach toll war.
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Mit meinen allerallerliebsten Trauzeuginnen. Und mit Krone! Ist die nicht toll!!!
Eine Woche später führte mich der Weg noch einmal nach Hamburg. Zwei Wochen vor der Hochzeit holte ich zusammen mit Mama das Brautkleid aus dem Geschäft ab. Es wurden noch einmal, zweimal, fünfmal Änderungen gemacht, ich war pingelig, ich gebs zu. Aber die Schneiderin war geduldig, und Mama beruhigte mich gekonnt.
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Den Bolero hatte Anna inzwischen auch fertiggestellt, so konnte ich alles zusammen anprobieren. Perfekt!
Die Hochzeit konnte kommen!
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Am 4.10.2016…

Geschrieben in Daniel, 100 Gründe für Hamburg, Familie, Baby, Mutterschutz 2016, Elin, Gutes von Anna am 04. October 2017

…bin ich, nach einem absolut unauffälligen CTG ohne erkennbare Wehentätigkeit (ich saß dabei in einem Kreißsaal und dachte: “Toll, jetzt sitz’ ich hier im Kreißsaal rum und krieg kein Kind”) und nach der Frage des Arztes, wie lange ich denn so übertragen wolle (ich war gerade an Tag 6 nach dem errechneten Geburtstermin und meinte dann, so lange, wie es halt geht!) hier spazieren gegangen:

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Das Wetter war fantastisch, Wehen nonexistent.

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Zwei Stunden später, so gegen 16 Uhr, im Wohnzimmer meiner Schwiegereltern, hatte ich so ein komisches Ziehen im Unterbauch. Meine Schwiegermutter meinte nur: “Schau doch mal, ob das regelmäßig kommt!” Kam es. Alle 20 Minuten. Hä? Ich dachte, ich merke Wehen immer nur im Rücken.

Also hab ich Linus noch entspannt ein Salamibrot essen lassen, mich nach hause fahren lassen (so ne Wehe beim Autofahren stellte ich mir ungünstig vor), meiner Mama Bescheid gesagt, dass wir ganz ganz eventuell vielleicht irgendwann heute Nacht einen Babysitter für Linus brauchen würden. Also eher nicht. Hab mit Daniel gegen 20 Uhr Lasagne gegessen (”Schließlich wird das ja jetzt noch eeeewig dauern! Vielleicht ist es ja auch wieder nur falscher Alarm…Beim letzten Mal hab ich so wenig gegessen, ich war völlig kaputt danach”), um halb neun ins Bett gelegt. Bin müde geworden. Nach zwanzig Minuten kam…nix. Also doch nur falscher Alarm. Hab ich mir doch alles nur eingebildet. Ach Mann.

Dann waren 30 Minuten um. Und eine heftige Wehe trieb mich innerhalb von Sekundenbruchteilen in den Stand und zum Tönen. Hups. Das ist ja doch ganz schön doll. Wie soll denn das jetzt noch 10 Stunden funktionieren? Linus’ Geburt hatte 28 Stunden gedauert, ich war also auf einen Marathon vorbereitet.

Um halb zehn hab ich meine Mama angerufen und ihr gesagt, dass sie ja mal laangsam kommen könne, sie könne ja auf dem Sofa schlafen, falls wir doch irgendwann nachts los müssten. Um kurz nach zehn war sie da und ich habe sie direkt ins Schlafzimmer zum Schlafen geschickt. Denn ins Bett legen würde ich mich sowieso nicht mehr. Die Wehen kamen alle acht Minuten. Ich war längst nicht so “Zen” wie bei Linus’ Geburt. Eine Lampe, die Daniel irgendwann anknipste, schaltete ich kommentarlos sehr nachdrücklich wieder aus. Beim Tönen musste ich mich selbst innerlich zurechtweisen, sich da jetzt auch mal drauf zu konzentrieren und nicht auf das, was weiter unten los war. Zwischen den Wehen sagte ich dem Baby, dass das ja alles super sei, die Wehen würden uns helfen und sie dürfe jetzt gerne kommen. Irgendwie musste ich mich ja auch selber überzeugen ;-)

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Etwa um halb elf bat ich Daniel, unsere Beleghebamme anzurufen. Sie wollte - natürlich ;-) mit mir sprechen. Daniel versuchte, mir während einer Wehe das Telefon anzudrehen. Ha! Lustig! Als ob ich dabei sprechen könnte! Aber nach der Wehe erklärte ich Gode ganz entspannt, dass ich nur zur Sicherheit langsam ins Krankenhaus fahren wolle, sie könne sich ja Zeit lassen, die Arme, die gerade erst von einer langen Geburt nach hause gekommen war. Ihr Kommentar: “Ich trinke jetzt einen Espresso und dann sehen wir uns gleich im Kreißsaal.”

Auf dem kurzen Weg zu unserem Auto hatte ich auch eine Wehe und habe irgendwelche vorbeikommenden Menschen sicher ziemlich erschreckt. Die Wehen kamen jetzt plötzlich alle drei Minuten und wir hatten noch 20 Minuten Autofahrt ins Amalie-Sieveking-Krankenhaus vor uns. Im Auto sagte ich zu Daniel: “Müssen da nicht so Pausen zwischen den Wehen sein? Wo es nicht wehtut? Das sind jetzt so Wehen, wie ich sie bei Linus vor den Presswehen im Kreißsaal hatte…” Von ihm dazu nur ein Seitenblick vom Fahrersitz…

Vom Auto bis zur Krankenhaustür: 3 Wehen. Schnell durch die Notaufnahme gerannt, vor der Fahrstuhltür geflucht, Daniel angekündigt, dass ich das sicher noch öfter tun würde. Im Fahrstuhl: Noch ne Wehe. Dann nur noch raus aus dem Fahrstuhl, rein in den Kreißsaal. Zum Glück war Gode auch schon da. Irgendwie haben wir es geschafft, meine Hose auszuziehen und mich aufs Bett zu bekommen. “Ich muss dich jetzt noch mal kurz untersuchen… Am besten zwischen zwei Wehen” Haha! Viel Glück! “Was glaubst du, wie weit der Muttermund geöffnet ist, Anna?” - “Was weiß ich denn, sags mir einfach!” (Es war mir ehrlich gesagt, herzlich egal. Ich hatte nicht eine Sekunde lang über den sich doch öffnen müssenden Muttermund nachgedacht. Ich wusste nur, dass das Baby jetzt irgendwie schon kommen würde. Er war dann auch vollständig eröffnet. Nach nicht mal vier Stunden “anständiger” Wehen!

Ich kniete mich aufrecht auf das Bett und hielt mich am Kopfteil fest. Was war das denn für ein Mistbett? Das hatte ja gar keine vernünftigen Griffe zum Festhalten! Jetzt sollte ich ruhig mal pressen, wurde mir gesagt. Ok, kann ich machen. Pressdrang in dem Sinne hatte ich bei beiden Geburten nicht. Wow, das war heftig. Bei Linus habe ich die Presswehen als einfach nur erleichternd empfunden, weil ich wusste, es ist fast geschafft, nach den vielen, vielen Stunden. Die hier aber waren schon schmerzhaft. Aber auch gut! Eine Presswehe: Ich merkte richtig, wie das Köpfchen kurz davor stand, geboren zu werden. So ein brennender Druck. Bei der nächsten: Das Köpfchen war da! O-Ton Gode: “Das Köpfchen ist da! Oh guck mal, Daniel, wie niedlich sie ist!” Dritte Presswehe: Elin glitt in einer drehenden Bewegung heraus. Das war schon cool, das so genau zu merken! Bei Linus hab ich das definitiv nicht so gespürt.

Und dann war sie da! Nach weniger als 15 Minuten im Kreißsaal! Um 23:49 Uhr, um genau zu sein. Als ich nur kurze Zeit später dann da lag, mit ihr auf der Brust, schaute ich Daniel nur an und sagte so etwas wie: “Wow. Wie, sie ist schon da? Ich dachte, das geht hier noch Stunden!” Wir konnten beide gar nicht fassen, dass sie wirklich schon da war! Ich war aber auch so froh, dass es vorbei war. Viel länger hätte ich auch keine Lust mehr gehabt. Es war schon genau richtig so.

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Und weil alles so schnell ging (und bestimmt wegen der Lasagne ;-)) war ich nicht einfach nur absolut zufrieden und erschöpft und erleichtert und stolz auf mich, wie ich es nach den vielen Stunden bei Linus’ Geburt gewesen war. Nein. Da war einfach noch mehr Energie übrig: Ich wurde regelrecht geflutet von Glück.

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Was für eine Geburt. Das hätte nicht meine erste sein dürfen. Das wäre einfach zu schnell, zu heftig gewesen. Ich glaube, da wären mein Körper, mein Herz und mein Verstand nicht mitgekommen. Aber für die zweite war sie perfekt. Dafür bin ich sehr dankbar. Ja, für meine Geburtserlebnisse, für meine Kinder, für Daniel an meiner Seite und die anderen Menschen, die um mich waren und es mir ermöglicht haben, diese Geburten auf die für mich richtige Weise zu erleben.

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15 Tage in Katalonien

Geschrieben in Daniel, Familie, Travelling, Linus, Elin, Gutes von Anna am 03. October 2017

Einfach nur schön war es. Elternzeiturlaub. Zeit zum Durchatmen und Beisammensein. Genau richtig. Hier die ersten 15 Bilder.

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Im Kloster Santes Creus

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Auf “unserer” Finca.

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Abendspaziergang im wunderhübschen Altafulla

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Strandspaß

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Unsere Aussicht. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Traum.

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Und auch sonst hatten wir es schön :-)

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Eine kleine Wandertour an Daniels Geburtstag.

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Unser erster Ausflugstag nach Barcelona

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Sogar mit Museumsbesuch!

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Audioguide der Sagrada familia oder doch Ritter Trenk? :-)

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Spielplatzaussicht auf katalanische Art.