Nalas und Millas Mützen

Geschrieben in Crafting, Familie von Anna am 30. November 2014
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Fast ein Knäuel habe ich pro Mütze gebraucht, perfekt. Hier sieht man eine Mütze vor dem Waschen und Aufspannen :-)
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Linus hat zwei Zwillingscousinen, Nala und Milla. Ihre Mama hat sich quasi zu Weihnachten gewünscht, dass ich ihnen Mützen stricken würde. Wir haben gemeinsam entschieden, dass man Mützen ja nun wahrhaftig schon früher gut gebrauchen kann, also gab es dieses Jahr Novembergeschenke für die Mädels :-)

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Ich wollte etwas extra Hübsches stricken, zumal es das erste Mal sein würde, dass die Zwillis etwas Selbstgestricktes von mir bekommen würden. Außerdem wusste ich, dass die Mützen ein bisschen weiter sein sollten, nicht zu eng anliegend, um die vielen Locken gut unterbringen zu können :-) Nachdem ich eine ganze Weile auf Ravelry gesucht hatte, haben Daniel und ich entschieden, dass es Mützen nach dieser Anleitung werden sollten, der Cabernet Hat von Monica Sirna.

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Durch das Muster brauchen die Mützen etwas Zeit und Aufmerksamkeit. Pro Mütze habe ich etwa eine Woche gebraucht. Ich bin ganz angetan vom Ergebnis und die Beschenkten wohl auch, wie mir ihre begeisterte Mama mitgeteilt hat. Natürlich ist es doppelt schön, wenn nicht nur das Stricken Spaß macht und ich mit dem Ergebnis selbst zufrieden bin, sondern die Beschenkten sich auch noch so freuen :-)

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Übrigens haben wir beim Größenabgleich gemerkt, dass unsere Kinder wohl alle ziemlich große Köpfe haben: Für Nala und Milla, die zweieinhalb sind, habe ich Größe M gestrickt, was laut Anleitung die Kindergröße ist (und nicht die Kleinkindgröße S). Linus hätte mit seinem Kopfumfang eine Mütze in Größe S gebraucht (und nicht die XS für Babys, wie man ja eigentlich bei seinen knapp 10 Monaten vermutet hätte). Tja, wir sind wohl eine Familie von Dickköpfen :-)

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Das Fotoshooting habe ich auf der Wiese hinter unserem Haus gemacht und mich gefragt, was die Nachbarn wohl von mir denken würden, wenn sie mich sehen. Dann hab ich mich aber entschieden, dass das nicht so wichtig ist :-)

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Außerdem habe ich festgestellt: Falls Linus mal nicht weiß, was er so machen soll, kann er immer noch Mützenmodel werden.

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Noch mehr technische Details findet ihr hier auf meiner Ravelry-Projektseite zu den Mützen.

Dieser süße Knopf…

Geschrieben in Baby von Anna am 28. November 2014
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… hat sich leider trotz aller mit Liebe handgestrickten Wollschutzschichten bei seinem dick erkälteten Papa angesteckt. Das erste Mal hat er richtig Fieber. Deswegen ist bei uns gerade ganz viel Kuschelzeit angesagt. Offensichtlich schläft es sich mit Fieber auf Mama drauf am besten - besonders tagsüber.

Irgendwie fühlte sich der Tag heute an wie einer von denen, als Linus noch ein ganz kleines Baby war: stillen, mit dem Baby kuschelnd auf dem Sofa liegen, zwischendurch mal was essen und trinken und das war es dann auch schon. Leider gehört auch eine kleine Schniefnase und Weinen dazu. Aber irgendwie hat es auch was für sich, fast nix anderes tun zu können, als sich intensiv um Linus zu kümmern :) Trotzdem hoffe ich, dass es dem armen Mäuschen ganz bald wieder besser geht!

Eva schreibt: Los gehts…

Geschrieben in Eva von Eva am 18. November 2014
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… die Motoren starten. Bitte schnallt euch jetzt an und setzt die Kopfhörer auf. Das Mikrofon muss dicht vor euren Mund, dann können wir uns den ganzen Flug über unterhalten.
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Ich nehme euch mit zu einem einzigartigen Erlebnis, einem Hubschrauberflug über die schönste Großstadt der Welt. Aber eigentlich müsst ihr euch bei Tim bedanken. Der hat den Flug nämlich zum Geburstag geschenkt bekommen und war so lieb, mich mitzunehmen.
Der Pilot meldt uns eben beim Tower an. (knirsch, knister, Flugfunk in den Kopfhörern). Die Motoren sind warm gelaufen. Dann gehts jetzt los.
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Wir fliegen jetzt über die Elbe. Unter uns der Yachthafen von Wedel. Wie klein die weißen Boote von oben aussehen.
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Immer über der Elbe gehts gen Osten Richtung Stadt. Unter uns befindet sich der Containerhafen Hamburg, dessen Container wie Legosteine im Kinderzimmer aussehen.
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Ein Schwenk des Hubschraubers, und wir haben den ersten richtigen Blick auf die Stadt! Fernsehturm, Messegelände, Heiligengeistfeld… es gibt so viel zu sehen.
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An den Landungsbrücken entlang, schon erreichen wir die Kehrwiederspitze und Elbphilharmonie. Schon sind wir an der Speicherstadt. Von hier oben ist alles dicht beisammen und sieht so überschaubar aus.
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Ein Blick die Elbe runter über die Speicherstadt und den Hafen Richtung Westen.
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Wow, die Binnen- und Außenalster leuchten tiefblau. Sogar die Fontäne auf der Binnenalster ist genau zu erkennen.
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Ein kurzer Blick auf das Rathaus. Dann drehen wir noch eine Runde über die Innenstadt.
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Da, der Michel! Direkt unter uns! Wie schön der Kirchenvorplatz gepflastert ist
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Schon sind wir wieder über der Außenalster.
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Na, erkennt ihr es? Wir befinden uns beim Dammtorbahnhof. Deutlich zu erkennen sind Planten un Bloomen, das CCH, das Messegelände und der Fernsehturm. Mittig im Bild ist das gesamte Unigelände mit Audimax, Philturm und im Hintergrund dem Geomatikum zu sehen.
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Unser Flug geht langsam wieder Richtung Flughafen Hamburg zurück. Da gibt es aber noch was zu entdecken, nämlich den Rondeelteich, ganz am nördlichen Ende der Außenalster am Rondeelkanal.
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Und da ist der Flughafen auch schon wieder in Sicht. Wie schnell dreißig Minuten um sein können!
Ich hoffe, euch hat der Flug gefallen. Für uns war es jedenfalls ein einmaliges, ganz besonderes Erlebnis bei schönstem Novembersonnenschein.
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Herbstspaziergang in Barmbek

Geschrieben in Daniel, 100 Gründe für Hamburg, Familie, Freunde, Baby von Anna am 17. November 2014
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Die letzten drei Tage war es hier so richtig grau in grau. Umso schöner war es, Zeit in geschlossenen Räumen zu verbringen. Am Freitag waren Steffi und ich deswegen zusammen mit Linus in der Innenstadt unterwegs, um uns ein, zwei neue Klamotten zu gönnen, zu quatschen, leckere Burger bei Jim Block zu verspeisen, ausgiebigen Mittagsschlaf zu machen (nur leider war in der Karre lediglich Platz für Linus…) und zum Abschluss noch eine Heiße Schokolade respektive einen Karotten-Ingwer-Orangensaft in einem Café zu trinken.

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Am Wochenende sind wir zuhause geblieben. Bis auf zwei Minispaziergänge waren wir drinnen. Ich habe ein neues Strickprojekt begonnen (nachdem ich stundenlang nach passenden Anleitungen auf Ravelry.com gesucht habe - wer sich übrigens fragen sollte, was das eigentlich für eine ominöse Seite ist, die ich ständig erwähne, hier eine kleine Zusammenfassung). Daniel hat Käsekuchen gebacken, den wir zum Teil am Sonntag zusammen mit Klara und Martin verspeist haben, die spontan Zeit hatten. Ein bisschen Geige habe ich sogar auch gespielt. Wir haben gelesen, Musik gehört, abgewaschen (argh), Wäsche aufgehängt (Linus’ Highlight - das Ausschütteln der nassen Wäsche fand er dermaßen witzig, dass er teilweise vor Lachen umgefallen ist) und ich habe gestern Abend meditatives Kochen betrieben - dazu später einmal mehr :-) Außerdem haben wir Linus in einem Karton durch das Wohnzimmer geschoben - was man halt so macht, um den Zwergmann gnädig zu stimmen.

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Das war alles eigentlich ziemlich gemütlich und das Grau hat uns dabei kein bisschen gestört. Trotzdem war es heute sehr, sehr schön, den blauen Himmel zu sehen und die Sonne, die durch das zitronengelbe Ahornlaub vor unserem Schlafzimmerfenster schien und das Zimmer in eine ganz sommerliche Stimmung tauchte.

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Also habe ich nahezu sehnsüchtig darauf gewartet, dass Linus seinen Mittagsschlaf beendet, um mit ihm spazierengehen zu können. Erstaunlicherweise haben mich meine Schritte dann einen Spazierweg geführt, den ich in den letzten neun Monaten mit ihren unzähligen Spaziergängen tatsächlich noch nicht gegangen bin, auch wenn ich sonst oft genug das Gefühl habe, in der näheren Peripherie unserer Wohnung schon jede Gehwegplatte einzeln zu kennen. Noch dazu sieht ja im Herbst eh alles anders aus.
Zwischenziel war ein toller Spielplatz, den wir genutzt haben, um ganz wild zu schaukeln und Selfies zu machen - nicht nur für Oma Gisi ;-)

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Linus`Näschen ist von der Kälte ganz rot geworden und ich habe mich an den verbliebenen, wunderbar leuchtenden Blättern erfreut. So schön war es, dass ich diese Erinnerung gleich festhalten wollte. Und nun sitze ich hier bei einer Tasse Earl Grey und einem Stück Käsekuchen, schreibe diesen Bericht und störe mich kein bisschen daran, dass es schon ganz dunkel ist, um Fünf. Schließlich habe ich heute fleißig Sonnenstrahlen gesammelt.

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Was ich so mache

Geschrieben in Daniel, Familie, Freunde, Baby von Anna am 11. November 2014

Gern fragen mich Leute, die selbst einen ganz anderen Alltag haben als ich - und meist sind es außerdem Menschen, die mich nicht allzu gut kennen - was ich denn so den ganzen Tag mache (Ich bilde mir dann gern einen gewissen Unterton ein, so nach dem Motto: Du musst ja megaviel Zeit haben! Ob der nun wirklich vorhanden ist, sei dahin gestellt :-) . Ich antworte dann meist: “Och, alles mögliche, äh, Freunde treffen zum Beispiel”. Aber eine besonders eloquente Antwort habe ich meist nicht parat. Irgendwie klingt es immer nach einer großen Portion Leere, ab und zu durchbrochen durch Besuch oder - ganz großes Kino: “Shoppen”. Das war meine Antwort letztens, als eine Kollegin gefragt hat, und das war auch so ziemlich das Dümmste, was ich bisher zu dem Thema von mir gegeben habe. Denn a) klingt es einfach maximal oberflächlich und b) habe ich bis dato in der Elternzeit erst zweimal tatsächlich etwas gemacht, was man annähernd als Shoppen klassifizieren könnte.

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Kleiner Exkurs: seit Linus auf der Welt ist, sehe ich Shoppingzentren und Einkaufsstraßen übrigens mit gänzlich anderen Augen. Vor einem Jahr hätte ich kaum sagen können, ob es in der Hamburger Meile überhaupt Aufzüge gibt (ja, auch im H&M und im Thalia), oder gar, welcher Wickelraum in der Innenstadt gut zu erreichen und noch dazu zu empfehlen ist (einen herrlich luxuriösen gibt es zum Beispiel im “Hamburger Hof” - abschließbar und mit eigenem Waschbecken! ;-).

Gestern abend war es dann so weit: Ich hätte selbst kaum sagen können, was ich denn nun den ganzen Tag gemacht hatte. Gefühlt: Nix. Ich war ganz unzufrieden, bis ich mal ein bisschen genauer nachgedacht habe. Das hier habe ich nämlich tatsächlich gemacht:

8 Uhr: aufstehen und Linus wickeln und anziehen.
Mit Linus im Wohnzimmer spielen, ihn dann schön warm einpacken und mit ihm Brötchen holen.

Frühstück zu dritt.

Nalas und Millas fertiggestrickte Mützen waschen, damit sie später nass aufgespannt werden können.
Vier Kartons Babyklamotten auf den Dachboden bringen.

Die neue Babytragehilfe ausprobieren.

Linus zum Mittagsschläfchen hinlegen.

Die Strickmützen aufspannen (blocken).

Überlegen, was es zum Mittagessen geben soll (Tortelloni mit Schinken-Sahne-Soße und Salat), Einkaufszettel schreiben.
Besuch begrüßen: Steffi :-) Die dann gleich mit zum Einkaufen nehmen, dabei mal ausprobieren, was Linus davon hält, mit der Tragehilfe auf dem Rücken getragen zu werden.

Kochen, während Steffi und Linus ein Buch angucken.

Essen und schnacken. Merken, dass Linus auf Tortelloni steht. Keine große Überraschung, nudelbegeisterungstechnisch kommt er ganz nach der Mama.

Zwischendurch so über den Tag verteilt übrigens diverse Male wickeln und stillen, ist ja klar. Und kleine Tänzchen und Fingerspiele und Lieder singen, um das Kindchen bei Laune zu halten.

Wäsche abnehmen, falten und wegräumen.

Termin mit dem Büro abstimmen.

Sehr häufig Sachen aufheben, die Linus heruntergefallen sind :)

Um 22 Uhr dann Linus in meinen Armen in den Schlaf wiegen, weil das mit dem Einfach-so-Einschlafen heut nicht wirklich geklappt hat. Den Part übernehm ich dafür kurz darauf beim Kuscheln und Fernsehen mit Daniel :)

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Das ist nur ein beispielhafter Tag und ganz sicher habe ich inzwischen wieder diverses vergessen, was ich auch noch gemacht habe. Wiederkehrend sind nämlich auch solche Beschäftigungen wie lesen, stricken, fernsehen (meist so zwishengeschobene Sachen, gern aus der arte-Mediathek oder auch mal alte Fernsehserien auf Youtube wie The Saint, Murder she wrote oder gestern mal: Die Zwei). Am allernervigsten: abwaschen. Gar nicht schlimm: wickeln. Schön: stillen und die vielen, vielen Spaziergänge und -fahrten, die ich mit Linus so mache. Viel Zeit haben in den letzten Wochen auch Kitasuche und Führerschein (inklusive Erste-Hilfe-Kurs) beansprucht. Superwichtig: Mein Yogakurs einmal die Woche, abends, ganz für mich. Verabredungen, Besuche, Austausch und gemeinsame Aktivitäten mit Freunden und Familie. Mein Einfach-Eltern-Café mit Melanie.

Absolut am zeitaufwendigsten: Linus. Was für ein wundervolles, kräftezehrendes, bezauberndes, amüsantes, faszinierendes Zeitfresserchen!

Und Quality time mit meinem allerliebsten Daniel verbringe ich auch noch.
Nein, wahrhaftig, langweilig wird mir irgendwie nicht. Auch ohne Shoppen.

A walk in the park

Geschrieben in 100 Gründe für Hamburg von Anna am 07. November 2014
Ein Spaziergang im Stadtpark an diesem herrlichen Novemberfreitag
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Daniel macht “Kornkreise”
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Ein paar ganz besondere Himmelsstürmer. Hier könnt ihr ein kleines Video des Drachenvogelschwarms anschauen, das ich gemacht habe, da kann man viel besser erkennen, wie toll der ist. Die kleineren Vögel gehen mit ihren Schnüren alle von einer einzigen Hauptleine ab. Es sieht wirklich so aus, als würden da echte Vögel umeinander kreisen. Ich war ganz begeistert!
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Selbstportrait
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Himmelsschwimmer ;-)
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