Eva schreibt: Landliebe

Geschrieben in nur so von Eva am 31. October 2012
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Wisst ihr, was einfach nur wunderschön ist? Dass ich hier sooo viel Natur und freies Land um mich rum habe. Wenn wir von unserer Wohnung aus zu einem Spaziergang aufbrechen, können wir zu Wiesen und Feldern, Weiden und Wald, Seen und Fluß. Ich treffe Pferde, Schafe, Ziegen, Fasane, Zugvögel, Eichhörnchen, Rehe, Katzen und Kühe.
Zum Glück ist Tim genauso spazierfreudig wie ich.
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Außerdem ist es total schön, dass ich (fast) jeden Tag mit dem Rad zur Schule fahre. Ich muss mich noch nicht mal sonderlich überwinden. Denn es geht 1. viel schneller als mit Bus und Bahn, 2. tut es mir richtig gut und ich friere morgens nie in der ersten Stunde ;) und 3. fahre ich so schön durchs Land und genieße die Luft, Wind und Sonne.
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Sehr nett ist auch, dass es zwei in etwa gleich lange Wege zur Schule gibt. Auf dem einen muss ich öfter mal abbiegen, komme an Kreuzungen, Bahnunterführung, einer großen Straße, aber auch dem Rehgehege, vorbei. Dieser Weg ist sehr abwechslungsreich und erscheint deswegen schön kurz.
Der andere Weg, von dem auch diese Bilder stammen, führt nach dem selben Anfang links rum zur Schule und geht fast nur durchs Feld und dann auf dem Radweg entlang einer kurvigen Landstraße. Dieser Weg erscheint zwar durch die langen, gleichtönigen Abschnitte etwas länger, ist dafür aber schön ruhig und kontinuierlich. Ich muss nicht so viel bremsen und abbiegen, sondern kann schön gleichmäßig fahren.
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Wie kommt ihr zur Arbeit, Uni, Schule…? Was gefällt euch draran, oder würdet ihr es gerne anders haben?
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Eva schreibt: Ergotherapie

Geschrieben in Eva von Eva am 30. October 2012

Ich habe mir überlegt, euch hier mal den Beruf des Ergotherapeuten und meine Ausbildung ein wenig vorzustellen, da ich glaube, dass viele gar keine ganz genauen Vorstellungen dazu haben. Ich hatte sie jedenfalls nicht, bevor ich über “Umwege”, nämlich die Physiotherapie, auf Ergotherapie aufmerksam geworden bin. Und erst langsam bekomme ich ein richtig festes Bild von diesem Beruf. Zum Glück habe ich aber auf mein Bauchgefühl und die bis dahin gesammelten Infos vertraut und diese Ausbildung begonnnen. Denn sie bringt mir bisher wirklich viel Spaß.

Ziel der Ergotherapie ist die Handlungsfähigkeit der Kienten. Das hießt, es soll den Betroffenen (wieder) möglich sein, Dinge zu tun, die für sie selbst von Bedeutung sind. Das können Betätigungen aus allen Bereichen des Lebens sein. Für die einen ist es sehr wichtig, ihren Job ausüben zu können und selbst arbeiten zu können. Dafür wollen sie bestimmte Tätigkeiten beherrschen. Für viele ist aber auch die Freizeitgestaltung und das Ausüben von Hobbies besonders wichtig. Das kann von Sport, über Handwerken und Freundetreffen bis hin zum Bedienen der Fernbedienung gehen. Für die allermeisten ist natülich die Selbstversorgung ganz entscheidend: Sich selbst Essen machen können, den Haushalt zu führen oder auch selbst Körperpflege zu betreiben.

Der Klient soll immer möglichst genau sagen, was sein Ziel ist. Und daran wird schließlich mit Hilfe des Therapeuten gearbeitet. Sofern es denn realistisch ist, das Ziel zu erreichen. Wichtig ist noch, dass nicht nur mit Menschen gearbeitet wird, die von Einschränkungen betroffen sind, sondern auch mit Menschen die von Einschränkung bedroht sind. Solche Einschränkungen entstehen durch Unfälle, nach Operationen, durch Behinderungen, durch Verhaltensauffälligkeiten, durch Krankheiten wie Schlaganfall, Demenz, Depressionen, neuroglogische Krankheiten…
Ergotherapeuten arbeiten mit Menschen ab 6 Monaten, nach oben gibt es keine Grenze. Sie arbeiten in (Integrations-)Kindergärten und Schulen, Reha-Kliniken, Tageskliniken, Praxen, Altenheimen, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, im Strafvolllzug, in der Psychiatrie, in Betrieben z.B. zur Arbeitsplatzgestaltung… Ich weiß nicht, ob das schon vollständig ist, aber es gibt auf jeden Fall ein großes Betätigungsfeld.

Und ich finde den Beruf so spannend, weil er sowohl auf Medizin (Anatomie, allgemeine und spezielle Krankheitslehre), als auch auf den Sozialwissenschaften (Psychologie, Pädagogik und Soziologie) basiert. Außerdem ist es ein sehr kreatiever Beruf, da mit Hilfe unterschiedlicher Methoden wie Holzarbeiten, Töpfern, Nähen, Kochen… kreative Therapieeinheiten durchgeführt werden.

Diese Mischung ist genau mein Ding :-).

Ich glaube, für heute ist das erst einmal genug. Nächstes Mal stelle ich euch dann meine aktuellen Unterichtsfächer und die groben Inhalte vor. Hoffentlich war alles halbwegs verständlich und nicht schon von meinen paar Schulwochen so sehr geprägt, dass es total kompliziert klingt. Und ich hoffe, ihr bekommt schon langsam ein genaueres Bild, was ich hier lerne.

Eva schreibt: Herbstwoche

Geschrieben in Eva von Eva am 26. October 2012
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Einmal im Jahr feiert Lippstadt im Oktober seine Herbstwoche, eine bunte Kirmeswoche mit Fahrgeschäften und Essensständen in der ganzen Innenstadt. An einem Abend findet traditionell auch ein großes Feuerwerk statt. Für meine Hamburger: Stellt euch einfach den DOM verteilt auf ganz viele kleine Straßen, Gassen und Plätze vor. Ich muss sagen, das ist total schön! Man schlendert durch die Stadt, überall sind schöne Lichter, verführerische Düfte nach gebrannten Mandeln und anderen Leckereien und fröhliche Menschen.
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Anfang der Woche hatten wir hier noch wunerschönes Wetter und milde Temperaturen. Ideal also für einen kleinen, romantischen Pärchenbummel über die Kirmes. Schon auf dem Weg dorthin leuchtete der Herbst in seinen schönsten Farben, und überall taten sich Motive auf, die ich unbedingt einfangen musste.
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Es ist wirklich spannend, zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten durch seine Stadt zu laufen. Optimaler Weise mit ortskundiger Begleitung, die die besten Abkürzungen, Parkmöglichleiten und Geheimtipps kennt. Zum Glück ist Tim noch dazu immer sehr geduldig, wenn ich alle 10 Meter stehen bleibe und ein neues Foto mache.
Wir haben es aber noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang zum Riesenrad geschafft. Lippstadt von oben ist so schön!
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Anschließend konnten wir ganz entspannt durch den dämmrigen Abend laufen. Für Fotos wurde es eh langsam zu dunkel.
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Zeit für Schokofrüchte, Lebkuchenherzen und Karussell fahren. Wobei “Karussell” in diesem Fall eindeutig zu harmlos und gemütlich klingt. Unser Fahrgeschäft war hoch, schnell, kopfüber und wir wurden in alle Richtungen gedreht. Ich dachte, dass wäre nicht so schlimm. Aber danach war mir irgendwie doch schwindelig. Also haben wir uns eine kleine Pause in Lippstadts Parkanlage “Grüner Winkel” gegönnt und ich konnte mich auf einer Bank erholen. Dann hatte ich plötzlich ein großes Verlangen nach Salzbrezeln, die wir aber auf unserem gesamten Rückweg zum Auto an keinem Stand finden konnten. Schließich haben wir uns tiefgefrorene Brezel im Elli-Supermarkt gekauft, dazu auch gleich ne Flasche Spezi, sind nach Hause gefahren, haben die Brezel aufgebacken und sie dann warm mit Butter verspeist. Im Schlafzeug im Wohnzimmer. Einen gemütlicheren Abschluss für den Tag hätte es gar nicht geben können.

Toskanische Türknäufe

Geschrieben in Travelling von Anna am 25. October 2012
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An welche Motive denkt man wohl so gemeinhin, wenn es um typische Bilder aus Florenz und der Toskana geht? Il Duomo vielleicht? Ponte Vecchio, Uffizien, rollende Hügel, Weinberge, Zypressen und Sonnenuntergänge?

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Ich denke an Türknäufe.

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In Siena fing es an: Da fielen mir das erste Mal einige fabelhaft geformte Wandhaken und Türgriffe auf, die sich mir gerade aufdrängten, sie fotografisch festzuhalten. Auch in Lucca wurde ich schnell fündig. Im letzten Drittel unserer Reise war mein Auge dann schon geschärft für dieses spezielle Sujet: Rund 20 Türknäufe, am liebsten in figürlicher Gestalt, habe ich in insgesamt auf meinen Speicherchip gebannt.

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Und ich habe gemerkt: Wenn ich erst einmal auf so ein Detail achte, dann springt es mir quasi allerorts direkt ins Auge, fast ohne mein Zutun. Und ich scheine nicht die Einzige zu sein, die dem Zauber der Türknäufe erlegen ist (wie man zum Beispiel hier nachlesen kann: http://www.brigitte.de/reise/reiseberichte-und-infos/italien-florenz-1139733/7.html).

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Welches ist denn euer Lieblingsknauf? Mir gefallen besonders diese frechen Gesichter, die man am Palazzo del Bargello entdecken kann:

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Just some tuesday evening on my way to the scout meeting

Geschrieben in nur so, Pfadfinder, 100 Gründe für Hamburg, Natur von Anna am 22. October 2012
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Wie viel Schönheit einem doch einfach so geschenkt wird, ohne dass man auch nur einen Cent dafür bezahlen müsste, sie sehen zu dürfen. Halt einfach so. Wenn man eigentlich nur gerade mit dem Rad zu den Pfadis fährt und, Gott sei dank, eine Kamera dabei hat, um das Ganze zumindest ansatzweise festzuhalten. Diese Farben sind in keinster Weise nachbearbeitet. Und jetzt stellt euch das mal in echt vor, so in groß. Wow.
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Traumreise

Geschrieben in Daniel, Travelling von Anna am 15. October 2012
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An einem grauen, trüben, nieseligen Herbstmontagmorgen hilft es manchmal sehr, sich ein bisschen wegzuträumen. Zum Beispiel in die sonnige Toskana, am besten in Begleitung des Lieblingsmannes :-)

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Und wohin träumt ihr euch?

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