Lately

Geschrieben in Pfadfinder, Freunde, Travelling von Anna am 23. May 2012
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Unser Mai ist ganz schön vollgestopft. Bisher waren wir an einem einzigen Wochenende zuhause, und das heißt eigentlich auch nur, dass wir die Nächte in unserem eigenen Bett geschlafen haben, weil wir tagsüber bei Familie und Freunden willkommen waren :-)
So sind wir vor eineinhalb Wochen nach München geflogen, um Junas Taufe mitzufeiern. Es war sehr schön, dieses Erlebnis mit Thomas und Melanie zu teilen. Für mich persönlich war es auch eine ganz besondere Gelegenheit, meine Verbundenheit zu Juna zu spüren.
Nach der Rückkehr nach Hamburg lag ich erst einmal zwei Tage flach. Da war es für mich eine große Freude, am Dienstag sehr netten Krankenbesuch von Steffi zu bekommen, die mir noch dazu köstliche Erdbeeren und eine wunderschöne Mohnpflanze mitgebracht hat.
Kaum wieder fit, ging es dann am Donnerstag Morgen auf das große Stammeslager mit den Pfadfindern. Nachdem es am Mittwoch noch in Strömen gegossen und gehagelt hatte, hatten wir das ganze Lager über wirklich tolles Wetter. Außerdem hatte ich wirklich sehr, sehr liebe Kinder dabei, die super miteinander gespielt haben und schon sehr selbstständig waren. Eins meiner persönlichen Highlights waren die Riesenseifenblasen, die wir in meinem Workshop am Freitag produziert haben :-)

Am Montag nach dem Lager hatte ich dann gleich einen Kundentermin in Bremerhaven, was bedeutete, vier Stunden im Auto und drei Stunden in einem Geschäftsführermeeting zu sitzen… Ich bin nur froh, dass ich nicht auf dem Beifahrersitz meines Chefs eingeschlafen bin!

Ich bin gespannt, was die nächsten Tage bringen und freue mich schon sehr auf eine erholsame Zeit in Schweden, die schon fast zum Greifen nah ist.

Und wie ist euer Mai so? Voll mit schönen Dingen? Ganz ruhig und geruhsam? Langweilig? Aufregend? Unspektakulär? Erfüllend?

Cranz - Jork - fast Steinkirchen

Geschrieben in Daniel, 100 Gründe für Hamburg, Familie, Freunde von Anna am 15. May 2012
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Von der Fähre runter ging es dann richtig los mit unserer Tour. Daniel löste noch schnell das Problem meiner abgesprungenen Kette (was ich auch selber kann, aber ich glaube, er wollte noch mal eins der Feuchttücher benutzen ;-) und dann fuhren wir über die Brücke des Este-Sperrwerks. Damit hatten wir ein großes Glück, denn diese wurde kurze Zeit später für fünf Monate gesperrt und war nur aufgrund von Ostern und dem Jorker Blütenfest für den Verkehr geöffnet. Das wussten wir überhaupt nicht. Na ja, manchmal ist das Glück halt mit den Ahnungslosen :-) Kurz nach der Brücke fuhren wir schon auf den ersten Deich und hoppelten entlang der Este an wunderschönen Obstfeldern mit blühenden Kirschbäumen, wahren Teppichen von goldgelben Löwenzahnblüten und sehr gepflegten Bauerngärten vorbei.

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Nach einer Weile beschloss die Mehrheit, doch auf der Straße zu fahren. Ich hatte auch ernsthafte Sorge, dass sich mein Rad sonst in seine Einzelbestandteile zerlegt hätte! Ein Wagemutiger zog aber natürlich die Strecke mit Anspruch vor:

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Es war einfach herrlich, unter strahlend blauem Himmel durch die im wahrsten Sinne blühenden Landschaften zu radeln, während ein sommerlich laues Lüftchen wehte. Ungefähr so hatte ich mir das in meinen Träumen ausgemalt. Aber irgendwie war es so „in echt“ doch noch viel schöner! Sehr nett war auch, als mir ein an uns vorbeifahrender älterer Herr ein Kompliment für meinen Blumenkranz machte :-)

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Über den nicht ganz so reizvollen Obstmarschenweg (eine im Vergleich recht befahrene Landstraße) fuhren wir dann nach Jork. Da Niklas‘ Laune mit jedem vorbeziehenden Reisebus ein wenig mehr sank, entschlossen wir uns zu dem Versuch, dem mit einem Eis entgegenzuwirken. Dazu war die Eisdiele Pflug bestens geeignet!  Mit norddeutscher Herzlichkeit wurden wir bedient und erfuhren, dass es tatsächlich Kunden gibt, die sich wundern, dass das aus Bananen (und nicht mit künstlichem Aroma) hergestellte Bananeneis nicht gelb ist! Daniel und ich schauten uns noch die St. Matthias-Kirche an, die eine wunderschöne Gewölbedecke hat, die an einen umgedrehten Schiffsrumpf erinnert und wie ein nachtblauer Himmel bemalt und mit goldenen Sternen geschmückt ist. Dann ging es weiter - nächstes Zwischenziel: Steinkirchen!

Barmbek - Blankenese - Cranz

Geschrieben in Daniel, 100 Gründe für Hamburg, Familie, Freunde von Anna am 11. May 2012
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Schon lange hatte ich den Traum, einmal eine Fahrradtour im Alten Land zu machen. Daniel und ich waren vorher bereits zweimal mit dem Auto dort und waren dabei auch durch kleinere Sträßchen gekurvt, aber irgendwie stellte ich mir vor, dass das Ganze auf dem Fahrrad noch viel, viel netter und romantischer sein müsste.

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Als mir Steffi erzählte, dass sie zu Niklas Geburtstag am letzten Aprilwochenende in Hamburg sein würde, schlug ich ihr penetranterweise mehrmals vor, dass wir dann ja vielleicht zu viert diese Radtour machen könnten… Auch Niklas hatte ich im Vorwege schon damit genervt. Schließlich stand die Blüte der Kirsch- und Apfelbäume bevor und dann würde das doch ganz wunderbar passen… Daniel stellte ich schließlich vor vollendete Tatsachen und sagte ihm, wir würden dann ja am Samstag mit Steffi und Niklas das Alte Land per Rad erkunden.

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Am Morgen der geplanten Tour wachte ich auf und … es regnete. Und zwar so richtig. Ich versuchte mich selbst davon zu überzeugen, dass ja auch eine Radtour im Regen durchaus sehr nett sein könnte… Zum Glück verzogen sich die dunklen Wolken aber bald wieder und schon zum Frühstück blitzte die Sonne hervor.

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Als ich kurz vor Niklas‘ und Steffis Ankunft bei uns unter der Dusche stand, merkte ich, dass ich regelrecht freudig-aufgeregt war, so wie ich es aus der Kindheit vor langersehnten Ausflügen kenne. Es kribbelte richtig im Bauch :-) Nachdem ich Steffi mein neues Rad anvertraut hatte (weil ich sie nicht auf meinem wirklich nur sehr grenzwertig verkehrssicherem alten Rad fahren lassen wollte), machten wir uns mit der S-Bahn auf nach Blankenese. Von dort fuhren wir dann der Nase nach „Richtung Süden“ (also dorthin, wo die Sonne am Himmel stand) und kamen tatsächlich erst an die Elbe und dann am Blankeneser Fähranleger an.

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Tja, blöd eigentlich, dass wir dort nur noch der ablegenden Fähre hinterherwinken konnten – aber lasst euch gesagt sein, bei so guter Gesellschaft mit genügend Proviant, Feuchttüchern und Löwenzahnblüten zum Kranzwinden vergeht so eine Stunde Wartezeit auf das nächste Schiff wie im Fluge!

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Die Fährfahrt mit Ausblick auf Blankenese und die Elbinsel Neßsand (und natürlich das Airbus-Gelände) ist wunderschön. Ich konnte sogar meinen „Freund“ auf meiner Fahrkarte mitnehmen! Schon dieser Teil unserer Tour fühlte sich an wie ein eigener Ausflug… dabei waren wir noch gar nicht wirklich im Alten Land angekommen…

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Es war einmal im Alten Land…

Geschrieben in Daniel, 100 Gründe für Hamburg, Familie, Freunde von Anna am 10. May 2012
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Gestern abend habe ich krampfhaft versucht, meine Dutzenden Fotos von unserer Fahrradtour mit Steffi und Niklas vor zwei Wochen auf ein Blogpost-verträgliches Maß auszusortieren. So ganz ist mir das nicht geglückt, ich habe vor, zwei Posts über die Tour zu schreiben. Angesichts der Tatsache, dass wir wirklich den ganzen Tag unterwegs waren und es einfach soo, soo toll war, finde ich das gar nicht so schlimm :-)

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Heute morgen aber möchte ich nur zwei Fotos zeigen, die Niklas von Daniel und mir gemacht hat. Da standen wir gerade nach den letzten sehr anstrengenden Kilometern auf dem Fähranleger Rüschpark und haben die Aussicht auf das gegenüberliegende Elbufer genossen. Ich hatte vorher noch nie auf diesem Anleger gestanden und war begeistert, mal wieder eine neue Perspektive auf meine Stadt kennenzulernen. Wenn dann noch die richtigen Leute dabei sind, um den Augenblick mit mir zu teilen, dann erscheint auf meinem Gesicht dieser selige Ausdruck, der auf den Bildern so gut festgehalten ist. Danke Niklas!

Junas Taufkerze

Geschrieben in Crafting von Anna am 09. May 2012
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Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich das Glück, Patentante von zwei wunderbaren Mädchen sein zu dürfen. Das eine Mädchen ist schon ganz schön groß und heißt Klara - und wir haben schon sehr viele schöne und aufregende Dinge miteinander erlebt.

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Das andere Mädchen ist noch ganz schön klein - auch wenn ich der Meinung bin, dass sie doch gewaltig schnell wächst und größer wird. Sie heißt Juna. Schon ganz bald wird sie getauft - und Daniel und ich fliegen extra nach München, um dabei sein zu können.

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Ihre Eltern haben mich und ihren Patenonkel gefragt, ob wir ihre Taufkerze ein wenig verzieren würden. Das habe ich am Freitag abend gemacht. Ihr Patenonkel wird es sicher in den nächsten Tagen tun, wenn die Kerze in Bayern angekommen ist. Melanie hat mir tolle Wachsplatten und Wachsstifte (etwas ganz Neues für mich) zur Verfügung gestellt. Nachdem ich mich ein bisschen online nach Inspiration umgesehen hatte, habe ich eine kleine Skizze angefertigt und habe losgelegt.

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Es war sehr gemütlich, mich Freitagabend noch einmal kreativ zu beschäftigen. Daniel war Fahrradfahren und ich habe den gesamten Esstisch mit den Bastelutensilien belegt, eine ???-Folge gehört und mit Wachs rumgespielt :-) Während des Bastelns habe ich an Klaras Taufe zurückgedacht, für die ich auch die Taufkerze gestalten durfte - die ist damals vielleicht ein bisschen mädchenhafter geraten, als sich ihre Eltern das vorgestellt hatten ;-) Ich weiß noch genau, wie ich im Unterricht saß und Skizze um Skizze für die Kerzengestaltung angefertigt habe…

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Es war in beiden Fällen sehr schön, mich so schon in die Vorbereitung des Festtages miteinbringen zu können. Und ich freue mich schon sehr darauf, beide meine Patenmädchen auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten zu dürfen - was für eine Ehre!

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Ein köstlicher Kuchen

Geschrieben in Baking, Eating von Anna am 06. May 2012
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Falls jemand von euch in der nächsten Zeit Lust auf einen leckeren Kuchen hat, der genau die richtige Balance von knusprig-saftig-sauer-süß besitzt, dann kann ich diesen Rhabarber-Himbeerkuchen nur empfehlen.

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Das Rezept findet sich auf der Living-at-Home-Seite hier. Mich hatte es aus einer alten Aprilausgabe, die ich aus der Bücherhalle ausgeliehen hatte, angelächelt. Und zwar so überzeugend, dass ich es tatsächlich gleich nachgebacken habe, nachdem ich die nötigen Zutaten besorgt hatte.

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Lasst euch von der Mengenangabe “Für 20 Personen” nicht abschrecken - es war einfach nur ein Blech voll Kuchen und in meiner Verwandtschaft braucht man nicht unbedingt 20 Personen, um in einer einzigen Kaffee-Kuchen-Sitzung gut drei Viertel des Backwerks zu verputzen…

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Die Methode, die Zutaten mit den ausgespülten Joghurtbechern abzumessen, hat mich nicht überzeugt -  perfektionistisch wie ich bin, habe ich mich lieber ans Abwiegen gehalten. Aber immerhin habe ich, ohne mit der Wimper zu zucken, Sahnejoghurt durch normalen, Orangenschale durch Zitronenschale und Pinienkerne durch Mandelblättchen ersetzt - und sogar einen Teil der Speisestärke durch Weizenmehl :-) Was dem Kuchen meiner Meinung nach nicht zum Nachteil gereicht hat. Dieser Kuchen ist köstlich, wenn er gerade ganz frisch aus dem Ofen kommt, aber auch noch einige Tage später als Tee-Snack ins Büro mitgenommen war er absolut wunderbar.

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Falls ihr ihn nachbackt, erschreckt nicht, wenn die Himbeeren beim Belegen des vorgebackenen Kuchens herunterzupurzeln drohen - alles wird gut! :-)

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