Zurück aus der Versenkung (sprich: der Briefwahlauszählung)

Geschrieben in nur so, Crafting von Anna am 29. February 2008
Tasche 001

Nachdem ich Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch mitgeholfen hab, die Hamburger Briefwahl auszuzählen (was definitiv ein Abenteuer für sich war), und ich gestern Nachhilfe gegeben habe, ist heute Zeit, endlich einmal zwei, drei Bilder von meiner neuen Tasche zu zeigen. Die ist tatsächlich schon seit Montag fertiggestellt und seitdem im Einsatz. Sie ist recht “plain”, aber ich mag sie gerade deshalb. Durch die neutrale Farbe passt sie zu allem Möglichen, hat Platz für Din A 4 -Objekte (quer und längs) und außerdem hat sie einen Futterstoff mit Blumenmuster, das ich sehr schön finde.

Tasche 004

Noch dazu habe ich sie mit meinem Kreuzstichrotkehlchen geschmückt, das mich immer an Weihnachten und Silvester 2006 erinnern wird. Ich habe schon eine halbe Ewigkeit keine Tasche mehr genäht (ca. ein Jahr) und noch viel länger ist es her, dass ich eine Tasche für mich genäht habe (und die war so winzig, dass vielleicht gerade ein Buch, mein Portemonnaie und Handy reinpassen). Der Stoff ist Leinen und stammt von einer Hose, die ich vor Ewigkeiten mal übereifrig erst gekürzt und dann gewaschen habe. Übrigens, Leinen kann sehr stark einlaufen… Aber so mancher Fehler hat letztendlich etwas Gutes an sich und so besitze ich nun eine einlauffreie Leinentasche, die mich an Neuanschaffungen absolut nichts gekostet hat. Ich habe einfach so drauflosgeschneidert und geschnitten und dabei gemerkt, dass ich im Laufe der letzten eineinhalb Jahre doch etwas Übung bekommen habe. So etwas ist doch auch mal schön festzustellen :-)

Tasche 009

Mein Wochenende “allein”

Geschrieben in nur so, Learning, Daniel, Crafting, Freunde von Anna am 24. February 2008
Work in Progress 001b

Da Daniel dieses Wochenende auf einem Pfadi-Wochenende ist, musste ich zunächst wohl oder übel ein Teil meines Wochenendes allein verbringen. Am Freitagabend habe ich deswegen zunächst diverse Menschen telefonisch belästigt, weil ich nach ein paar Stunden in der Uni-Bibliothek immer akuten Redebedarf habe und Daniel doch schon um Sechs und nicht erst um Sieben losfahren musste. Dabei habe ich gleich einen Besuch bei Familie Babst für Samstag Abend klargemacht, die zum Glück auch Lust auf Gesellschaft hatten. Den Rest des Abends habe ich dann mit Doctor Who und Scrubs verbracht, was durchaus auch sehr nett war.

Samstag habe ich sehr lange Zeit in Schlafzeug verbracht, was dazu führte, dass ich mich, als ich es dann endlich tat, etwas hübscher anzog. Außerdem hatte ich ungefähr eine Stunde bevor ich zur Choprobe losfuhr, die brilliante Idee, mir doch noch einmal schnell eine Tasche zu nähen. Es stimmt, ich brauche unbedingt mal eine etwas größere, meinem Geschmack entsprechende Tasche, aber innerhalb einer Stunde war diese dann doch nicht fertigzustellen. So hinterließ ich das Schlafzimmer im absoluten Stoff-Chaos und macht mich mit wehenden Röcken auf zur Chroprobe. Mama fragte angesichts meines Outfits dann auch gleich, was ich denn noch vorhätte, sodass ich gestehen musste, dass es rein aus Schlafzeug-Kompensationsgründen ausgewählt worden war :-)

Nach der Chorprobe machte ich mich gleich auf den Weg nach Winterhude, wo ich absolut verwöhnt wurde, denn erstens hat Thomas köstliches Essen gemacht (Lackssteaks mit Ofenknusperkartoffeln und Feldsalat), zweitens konnte ich den ganzen Abend mit Melanie und Thomas verbringen und drittens durfte ich ganz viel mit Amelie kuscheln. Rundum glücklich und zufrieden bin ich dann gegen 11 nach Hause gefahren (ich hoffe, ich habe euch nicht zu lange wachgehalten?), hab noch mit Daniel telefoniert und bin dann beim Doktor Who gucken eingeschlafen. Ein perfekter Abend ;-)

Heute habe ich kurz gefrühstückt und bin dann in Barmbek zur Kirche gegangen. Ich finde es irgendwie so nett, zu Fuß zur Kirche gehen zu können :-) Außerdem habe ich noch ein bisschen an meine Tasche weitergestichelt. Gleich werde ich dann wählen gehen und danach meinen Job als Stimmzettelauszählerin wahrnehmen. Ich hoffe, das wird sich nicht allzulang in den Abend ziehen, damit Daniel dann keinen Sonntagabend allein verleben muss. Alles in allem habe ich wieder festgestellt: Alleine wohnen wäre wirklich nichts für mich. Wenn ich das länger machen müsste, würden wahrscheinlich alle meine Freunde telefonisch und persönlich dauerbelästigt werden :-) Ein wenig allein sein ist schon völlig in Ordnung, aber ich freue mich auch schon darauf, heute Nacht wieder neben meinem liebsten Daniel zu schlafen.

Zart

Geschrieben in nur so, Learning von Anna am 20. February 2008
Iris 2

Ich hatte Mühe, beim Blumenhändler einen Topf mit Irisknollen zu finden, bei dem noch keiner der Blütenköpfe abgeknickt war. Nach langem Suchen hatte ich dann doch Erfolg und versuchte auf dem Nachhauseweg, den eingewickelten Topf möglichst vor allen Stößen zu beschützen. Beim Auspacken musste ich dann entdecken, dass trotz aller Mühen eine Blüte abgeknickt war. Aus der Not eine Tugend machend habe ich sie in eine kleine Vase gestellt und sie als würdiges Fotomotiv für den heutigen Beitrag deklariert :-) Was meint ihr?

Iris 4
Iris 1
Iris 3
Übrigens, ein “alter Mann” (das ich nicht lache!) hat mich aufgeklärt, was der Nicht-Kran ist: eine Drehbohranlage!

Amelies Wal

Geschrieben in Crafting, Freunde von Anna am 19. February 2008

Auch auf die Gefahr hin, dass Melanie mich dann blöd findet, werde ich es hier jetzt zugeben: Nachdem ich am Donnerstag erfahren hatte, dass Baby Babst tatsächlich schon auf die Welt gekommen war (und nicht erst drei, vier Wochen später, wie angekündigt), konnte ich es kaum abwarten, Amelie Teresa in echt zu sehen (Fotos von ihr, die ihr absolut in sie verschossener Papa macht, gibt es übrigens hier). Ich wusste von Melanie, dass sie es nach der Geburt erst mal ganz ruhig zu dritt angehen wollten und die Bude nicht unbedingt von völlig babyverrückten Besuchern gestürmt haben wollten. Konnte ich auch voll und ganz verstehen.

Amelies Wal1

Einziges Problem: Ich bin - wie meiner Familie bereits bekannt und in den letzten Tagen vollends bestätigt - völig babyverrückt. Ich konnte es also wirklich kaum abwarten, bis Melanie und Thomas uns anrufen würden, um uns zum Babygucken einzuladen. Fragt Daniel. Peinlich aber wahr: I was a real mess ;-) Ich fühlte mich deshalb sehr schuldig *g*, denn ich wusste ja, wie Melanie und Thomas sich das alles gedacht hatten, und trotzdem wollte ich Amelie soo gerne sehen. Und auf dem Arm halten, na klar (ich hatte mich allerdings schon dafür gerüstet, dass die frischgebackenen Eltern sie in den ersten Tagen nach der Geburt nicht hergeben wollen würden :-). Ganz abgesehen davon, dass ich auch Thomas und Melanie gerne in echt sehen wollte, um sie zu umarmen und ihnen richtig zu gratulieren. Daniel hat sich sehr amüsiert. So sehr, dass er dann auch gleich, als Thomas dann am Samstag anrief und uns für den Sonntag einlud, herausposaunen musste: “Ja, wir kommen sehr gerne. Anna ist auch schon ganz nervös!” Super.

Wie auch immer, am Sonntag Vormittag haben wie Familie Babst dann besucht. Ich hab ja noch versucht, ganz cool zu tun, als Thomas uns mit Amelie auf dem Arm die Tür öffnete. Aber lovely Melanie wusste natürlich genau, wie es um mich bestellt war (wahrscheinlich habe ich es auch mehr schlecht als recht verbergen können). Also meinte sie, Thomas könne ja mal Kaffee für Daniel kochen, Anna könne dann ja mal das Baby halten. Spätestens, als ich dieses warme, schlafende Bündel in den Armen hielt, war wohl jede Bemühung zwecklos und meine Cool-Fassade brach zusammen. Mein Gesichtsausdruck (zumindest gefühlt) war in etwa ziemlich dieser: glückselig-dämlich-grinsend und dabei die Mimik eines schlafenden Neugeborenen nachahmend. Typisch Anna. Ja.

Amelies Wal2

Egoistisch wie ich bin, habe ich auch nur einen Bruchteil einer Sekunde darüber nachgedacht, ob Daniel sie wohl mal halten wolle. Der Arme. Aber bestimmt darf er das in den nächsten Monaten auch noch oft genug. Zumindest, wenn ICH dann nicht im Raum bin (nein, Scherz! Glaub ich :-) Liebe Melanie und lieber Thomas, danke, dass wir euch so bald besuchen durften und danke, dass ich eure kostbare kleine Tochter halten durfte!

Amelies Wal 3

Als kleines Mitbringsel kam der kleine blaue Wal mit, den ich gehäkelt habe und völlig erfolglos als Rassel ausstaffieren wollte. Na ja, dann ist es halt eine Rassel für ganz ganz Hellhörige :-) Die Anleitung für ihn habe ich hier gefunden.

Ich habe einen Kran fotografiert!

Geschrieben in nur so von Anna am 18. February 2008

Hm, ich überlege gerade: “Ist das überhaupt ein Kran?” Ich bin mir ehrlich gesagt sogar ziemlich sicher, dass es kein Kran ist, aber ebenso sicher bin ich mir, dass ich nicht weiß, was es sonst bitte sein könnte. Ich könnte einen der (alten) Männer fragen, die jeden Morgen völlig gebannt (wenn auch absolut lässig tuend) am Brückengeländer kleben um die neuen spannenden Vorgänge auf der Baustelle zu beobachten. Whoa, da wird Beton in eine Form gepumpt! Krass! Ich eile meist im Eilschritt am Ort des Geschehens vorbei, um meinen Bus zu erwischen, der mich zur Uni bugsieren soll. Als ich aber letztens nach gefühlt vielen, vielen Stunden aus der Bibliothek stolperte und von der Uni heimwärts strebte, ging ich an der U-Bahnhaltestelle angekommen sogar noch ein kleines Stückchen wieder zurück, um den wunderschön roten, von der tiefstehenden Abendsonne angeleuchteten Nicht-Kran vor dem tiefblauen Himmel zu fotografieren.

Möglichst unauffällig und möglichst matter-of-factly, natürlich. Aber morgen klebe ich bestimmt auch am Brückengeländer. Für 2 Sekunden oder so.

Little pieces of happiness on a Friday

Geschrieben in nur so, Learning von Anna am 13. February 2008

1. Ein Zaunkönig - schokoladenbraun- auf dem Weg zur Uni

2. süß nach Frühling duftende Luft (schade, dass man Duft, Wind und Temperatur nicht fotografieren kann…)

3. Die Krokusse an der Haltestelle Hoheluftchaussee

4. Eine Schulfreundin im Bus treffen und den neuesten (erfreulichen) Klatsch austauschen

5. Gerade noch rechtzeitig vor Schließung in die Mensa gehen und dann noch Schokopudding geschenkt bekommen :-)

What I learned on that Friday: Keine Absätze in der Bibliothek! Das Klackern bei der Büchersuche verursachte ein sehr schlechtes Gewissen gegenüber den Konzentrierten :-)

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