Achtung, viel Text!

Geschrieben in Learning, Daniel von Anna am 27. February 2007

Ich weiß schon jetzt, dass Mama wahrscheinlich sagen wird, dass ich zu ehrgeizig bin, aber ich möchte trotzdem ein bisschen über das Hausarbeitenschreiben schreiben, denn bis jetzt habe ich dieses Thema abgesehen von einigem Rumgejammer ziemlich von “Schwertfisch” ferngehalten. Dabei arbeite ich jetzt schon gut zwei Wochen an meiner ersten Hausarbeit für diese Semesterferien und damit ist das ja auch ein ziemlich großer Teil meines Alltags und ich dachte, dass einige von euch dieses Thema auch interessant finden könnten.

Im Laufe meines Studium und nach diversen Hausarbeiten habe ich eine recht gute Vorstellung davon, wie der Prozess des Hausarbeitenschreibens normalerweise bei mir abläuft. Am Anfang bin ich relativ entspannt, das Thema steht jetzt ja fest und ich kann mich ohne schlechtes Gewissen stundenlang in Büchern vergraben, denn ich muss ja die Fachliteratur zu meinem Thema sichten. Wenn es denn brauchbare gibt… Im Großen und Ganzen mag ich diese erste Phase der Literatursichtung sehr gerne, ich brauche nur konsumieren, nicht eigene Gedanken produzieren und ich kann das gegebenenfalls auch mit einer Tasse Tee, meinen Klebemarkern und einem Bleistift auf dem Sofa tun. Oder in der Fachbereichsbibliothek, wo ich auch ganz gerne bin. Ich schreibe auch gerne die Literaturangaben für meine Hausarbeit und freue mich, wenn ich viel Literatur finde. Normalerweise brauche ich für diese Phase ungefähr eine Woche (natürlich wäre es bei allen Phasen wünschenswert, mehr Zeit zu haben, aber man bedenke, dass innerhalb der siebenwöchigen Semesterferien diesmal drei Hausarbeiten geschrieben werden müssen, sowie meine Inkonsequenz, nicht schon im Semester selbst anzufangen - hier also meine erste Unzufriedenheit mit mir). Diesmal habe ich nicht so viel Literatur gefunden, beziehungsweise, die die ich fand, als nicht nützlich bewerten müssen, also musste ich eine zweite Runde starten. Dadurch haben sich Phase eins und zwei (struktuelle und konzeptionelle Überlegungen, und ganz wichtig, Textarbeit (denn ich schreibe diesmal über einen Roman), ja, das nimmt auch etwa eine Woche in Anspruch) vermischt. Ist ok.

Aber auch in der zweiten Woche schlich sich schon wieder Unzufriedenheit ein. Ich hatte mir einen sehr strengen Zeitplan geschrieben (den ich bei früheren Hausarbeiten meist durchaus so eingehalten habe - glaube ich) und diesen nach meinem Gefühl nicht gut genug eingehalten. Allerdings habe ich mich damit nicht so schlecht gefühlt, wie manch anderes Mal. Warum auch immer, vielleicht ja auch ganz gut. Wiederum ist zu bedenken, dass ich zwar “Ferien” von der Uni hab, nicht aber von anderen Sachen wie Pfadfindern und so. Ich finde das einerseits blöd, weil dadurch meine Arbeitszeit natürlich schrumpft. Andererseits ist aber auch gut, weil man dann auch mal was anderes macht…

Nun ja, erleichternd war, dass ich ohne allzuviel zu kämpfen, einen ersten Teilbereich der Arbeit geschrieben bekam. Ich kämpfe nämlich manchmal um jede Seite und deswegen ist es gut, zu Beginn der dritten Phase (die richtige Arbeit: das tatsächliche Schreiben) schon einmal 4,5 Seiten Text geschrieben zu haben. Das half aber nichts gegen die gefürchteste Phase: Phase 4, die Panikattacke. Kann von ein paar Minuten bis zu mehreren Stunden anhalten und wiederholt sich, gerade in der letzten Arbeitswoche (ich nehme mir meist ca. 3 Wochen pro Arbeit) gerne. Sie sieht so aus, dass ich meine ganze bisherige Arbeit an dieser Arbeit in Frage stelle, meine alten Hausarbeiten angucke und sie auch scheiße finde und mich generell für meine Faulheit und Unfähigkeit verurteile. Dazu kommt ein wirklich schlechtes Gefühl direkt unter dem Brustbein (da wohnen wohl mein schlechtes Gewissen und die Selbstunterschätzung in einer WG zusammen). Nur das Darüberschreiben ruft es schon hervor :) So siehts aus. Und das war heute Mittag auch los hier bei uns. Daniel muss das dann ertragen, aber diesmal wars nicht ganz so schlimm, ich habe nicht geheult und eigentlich nur muffig geguckt. Er ist dann immer sehr lieb, auch wenn ich bei seinen Kommentaren wie “Du kriegst das ganz bestimmt hin!” (in dem Wissen, dass ich es bis jetzt immer - halbwegs (seht ihr, hier meldet sich wieder der Selberschlechtmachwurm!) - hinbekommen hab) ihm am liebsten entgegenschleudern würde: “Woher willst du das denn bitte wissen? Es ist ja alles scheiße, was ich bis jetzt gemacht habe und außerdem schaffe ich das bestimmt nicht in der Zeit, und wenn ich so arbeiten würde, wie man es müsste, damit die Hausarbeit gut wird, bräuchte ich noch mindestens vier Wochen!!” Zum Glück kann ich mich da halbwegs (und diesmal ist es angebracht :) )zurückhalten. Denn er kann ja gar nichts dafür!

Die Phase ist fürs erste nahezu überwunden, ich habe auch fast geschafft, was ich mir für heute vorgenommen hab, und nachdem ich dies hier fertiggeschrieben habe, werde ich mich nochmal daran setzen, bis “House” anfängt.

Die Phasen, die ich jetzt noch erwarte, sind das fieberhafte Schreiben und teils schmerzhafte Nachdenken sowie der Stolz, nachdem ich endlich fertig bin. Und dann auf zur nächsten Arbeit ;) . Zum Glück habe ich für mich rausgefunden, dass ich am Besten arbeiten kann, wenn ich per Hand vorschreibe und dann abtippe. Andere finden das furchtbare Zeitverschwendung, aber bei mir scheint der Denkprozess erst durchs Schreiben auf Papier mit Tinte so richtig in Fluss zu kommen.

Der Text ist lang, gibt aber immer noch nicht all meine Gedanken und Gefühle zu dem Thema wieder. Muss er ja vielleicht auch nicht. Wer will schon wissen, dass ich mich für mittelmäßig beziehungsweise faul halte, weil ich in den Literaturhausarbeiten “außer ein einziges Mal nie was besseres als ‘ne 2+ hatte” ? :)

Sunday baking

Geschrieben in Baking, My sweet sisters von Anna am 26. February 2007
Cakelets 2

Gestern nach der Pfadi-Messe in Farmsen ist Eva mit zu uns gekommen, weil sie noch nichts für den Nachmittag vorhatte - außer Vokabeln lernen, aber das ist ja nichts tolles! Nachdem wir ganz profan aber sehr lecker Nudeln mit Tomatensoße gegessen hatten, habe ich sie dann gefragt, ob sie nicht was mit mir backen wolle. Ich hatte ungefähr so etwas im Kopf, genauer gesagt Biscuittörtchen mit irgendeiner Creme und Früchten obendrauf. Nun, wir hatten eine unreife Mango und keine Eier. Was nun? Eva und ich sind heldenhaft zur Tankstelle gegangen ( heldenhaft, da es ziemlich regnete) und haben zwar Eier, aber keinerlei Obst erstehen können. Na ja, zunächst wurde das Biscuit gebacken, darin habe ich ja schon nahezu Übung :) Nach einem schnellen Blick auf Alicias Seite haben wir uns dann entschlossen, eine sogenannte Pastry cream zu machen, da wir auch keinerlei Frischkäse oder Quark oder Joghurt hatten. Diese Cream wird aus Zucker, Eiern, Mehl, Stärke und Milch gekocht, ist also dem Konzept eines Puddings sehr ähnlich, wenn auch irgendwie fester, streichfähiger und süßer.

Cakelets 3

Nun gut, was nun? Ach ja, rund sollten die Küchlein ja sein. Sind sie auch, allerdings nur “ausgeschnitten” und deswegen ein bisschen “zerfranzt”. Früchte mussten wir ja abschreiben, also gabs als Ausgleich Zitronenguss und “Sprinkles”, die Eva wohl jetzt mindestens genauso schätzt wie ich, auch wenn sie zuerst pflichtschuldig stutzte, als sie die Farben sah :)

Cakelets 5
Cakelets 1

Im Großen und Ganzen sind die Küchlein bestimmt optisch noch verbesserungswürdig und das nächste Mal gibt es definitiv auch eine Obstversion. Aber es hat trotzdem den größten Spaß gemacht, sie zuzubereiten und das Essen war auch nicht schlecht ;)

Cakelets 4
Zum Schluss noch ein aufschlussreiches Zitat: “Irgendwie riecht es hier verbrannt.” - “Das ist bestimmt mein hungriger Bauch!”

Samstagimpressionen

Geschrieben in nur so, Eating von Anna am 24. February 2007

Daniel ist heute in Berlin - mal wieder Scouting 100 - und ich bin zuhause geblieben, habe an meiner Hausarbeit gearbeitet,

Schreibtisch

habe Sandwichtoast gegessen,

Mittagessen

ein bisschen gehäkelt, bin zum Chor gegangen, wo wir sehr nette Lieder gesungen haben und hab dann Mama noch mitgeschnackt (nachdem sie angeboten hatte, mich nach hause zu fahren), und hab mit ihr Kaffee getrunken. Dabei habe ich mit meinem Perlenkoffer angegeben.

Perlenkoffer

Eigenlich wollte ich heute mal wieder einen längeren Post mit ein bisschen mehr sinnvollem Text schreiben, aber ich merke gerade, dass das heute irgendwie nicht so klappt. Trotzdem möchte ich noch berichten, dass wir gestern zur Feier von Manfreds Geburtstag portugiesisch essen waren. Manfred hat angerufen und gefragt, ob wir lieber in ein Indisches oder portugiesisches Restaurant wollen. Portugiesisch hatte ich noch nie gegessen, also wollte ich das. Es war soo lecker. Toll war auch, dass ich trotz der superleckeren Tapas noch mein Lammfilet vom Grill in Rotweinsoße mit Gemüse und portugiesischen Salzkartoffeln genießen konnte. Es war alles so furchtbar lecker, so ein Essen, wo einen jeder Bissen glücklich macht. Ich weiß auch schon, was ich das nächste Mal essen würde: Paella (die sah bei Manfred einfach zu toll aus). Oder einfach nur ganz viele warme Tapas. Oder die Fischplatte vom Grill… oder doch die absolut köstlichen Garnelen im Teigmantel? Oh je. Ich glaub, ich muss nochmal irgendwann in das Restaurant gehen. Vielleicht will ja jemand mitkommen. Oder man könnte das restliche Sylvestergeld da ausgeben? :)

Als Ausgleich habe ich mich heute vorrangig von Toast/Schwarzbrot mit Tomaten und Käse überbacken ernährt. Na ja. :)

Nun lasse ich euch mit meinem Motivations-anzeiger-Gesicht von heute mittag zurück und werde den restlichen Abend ohne Arbeit genießen :)

Motivation face

Post von Klara!

Geschrieben in Boston von Anna am 23. February 2007
Post von Klara 2
Post von Klara 1
Heute hab ich den ganzen Tag nicht in den Briefkasten geschaut. Als Daniel und ich eben schnell noch Brot und Milch und Tee gekauft haben, hab ich es dann doch gemacht und einen Brief von Klara gefunden! Mit einer ganz tollen Kette drin, die sie extra für mich gemacht hat. Inklusive einem absolut “adorable” Brief und amerikanischen Geschenkpapier (behaupte ich mal), auf dem die Frösche Badeklamotten tragen ;) Danke, meine liebste Klara! Und danke Moni, für die Verschick-Dienste :)
Klaras Kette
Und nochmal mit Blitz, da sieht man die Kette besser :)
Klaras Kette flash

Like an empty subwaytrain…

Geschrieben in nur so, Pfadfinder von Anna am 23. February 2007
…wird wohl jetzt mein Wochenende werden. Nein nein, nicht so melodramatisch, bitte! Nur leider ist Helene plötzlich krank geworden und kann dieses Wochenende doch nicht herkommen. Aber sie hat noch laange Ferien und wir werden das einfach nachholen. Etwas Gutes hatte das Ganze dann doch noch (was ich Helene auch gleich gestern abend am Telefon gesagt hab, damit sie nicht zu traurig ist, dass sie absagen muss): Daniel und ich mussten gestern abend nicht aufräumen und putzen :)
Leer wird das Wochenende natürlich auch nicht, weil ja morgen Chorprobe ist und Sonntag Pfadimesse und ich noch dazu notfalls immer noch meine Hausarbeit bearbeiten kann (na ja, ehrlich gesagt nicht notfalls, sondern “auf jeden Fall”). Aber natürlich wäre es trotzdem sehr schön gwesen, sie hier zu haben.
Euch allen wünsche ich ein wunderschönes Wochenende!

Friseurfreuden

Geschrieben in nur so von Anna am 21. February 2007

Auch wenn die Bilder nicht so wirklich zeigen, dass die zweite (neue) Frisur besser aussieht, bekommt ihr sie zu sehen:

alt:

Haare1

neu:

Haare2
Ich habe letztens bei Merit ein Foto von mir mit kürzeren Haaren gesehen. Sah gut aus und ich wollte eh zum Friseur. Also ist die Frisur gar nicht neu, sondern alt :) Die Friseurin war selbst erstaunt, wie viel Haare ich hab, wenn sie kurz sind ;) Wusste ich ja schon. Vielleicht bekomm ich in den nächsten Tagen ja auch nochmal ein besseres Foto hin. Das erste zeigt mich übrigens im Begriff, einen Zitronenkuchen für Zak zu backen, der hatte nämlich Montag Geburtstag und ich hab ihm zur Gruppenstunde den Kuchen mitgebracht.
Ansonsten ist noch erwähnenswert, dass Daniel und ich heut die von Eva beschriebenen Puddingteilchen zu rekonstruieren versucht haben… Sie waren auf jedern Fall sehr lecker!
Puddingteilchen
Jetzt werde ich mir noch schnell das Vorlesungsverzeichnis fürs Sommersemester angucken (denn ich muss in einem Teilbereich bis Freitag die Kurse gewählt haben) und dann gehts auch schon zur Aschermittwochsmesse und zur Leiterrunde. Euch einen schönen abend (sofern ich euch dort nicht sehe :) )
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